Jennifer L. Armentrout – Morgen lieb ich dich für immer

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Dieses Buch hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Die Leseprobe hatte mich schon angesprochen, weil ich es immer wieder faszinierend finde, wenn Autoren sich an ein so ernstes Thema wagen. Auf der LBM ’17 habe ich es dann mitgenommen. Was soll ich sagen?! Es gab schon lange kein Buch mehr, das mich so oft dazu genötigt hat, es zuzuschlagen und wegzulegen. Mir eine Kippe anzuzünden und das Gelesene sacken zu lassen. Die Geschichte von Mallory und Rider hat mich mitgenommen, hat mich in ihr Leben gezogen und mich gezwungen, vielleicht ab und an etwas besser hinzusehen, nicht immer mit Vorurteilen um sich zu schlagen und erst recht nicht die Augen zu verschließen.

Klappentext

Mallory und Rider kennen sich seit ihrer Kindheit. Vier Jahre haben sie sich nicht gesehen und Mallory glaubt, dass sie sich für immer verloren haben. Doch gleich am ersten Tag an der neuen Highschool kreuzt Rider ihren Weg – ein anderer Rider, mit Geheimnissen und einer Freundin. Das Band zwischen Rider und Mallory ist jedoch so stark wie zuvor. Als Riders Leben auf eine Katastrophe zusteuert, muss Mallory alles wagen, um ihre eigene Zukunft und die des Menschen zu retten, den sie am meisten liebt …

Meine Meinung

Zurück zum Anfang. Das Cover mit dem Titel hat mich in seinen Bann gezogen und ich hab mir die Frage gestellt: Ist das jetzt eine dieser Teenie-Liebesgeschichten oder gehts da um mehr? Der Klappentext und die Leseprobe haben mich dann dazu gebracht, es letztendlich zu lesen. Ich wollte unbedingt wissen, was denn nun dahinter steckt.

Ich neige dazu, mich in solche Geschichten zu verlieben. Wieso genau das so ist, kann ich gar nicht sagen. Aber Mallory und Rider haben mich sehr berührt. 4 Jahre von dem einst wichtigsten Menschen getrennt zu sein, nicht zu wissen, wie es ihm geht oder ob es ihn überhaupt noch gibt, ist für mich schon eine Art Folter. Wenn man dann noch erfährt, was die beiden in ihrer Kindheit durchmachen mussten, schluckt man – jedenfalls ging es mir so.

Beide haben traumatisierende Erlebnisse durchgemacht und jeder ist anders mit dem Ergebnis dessen umgegangen. Sie haben sich in der Zeit ihrer erzwungenen Trennung verändert. Dennoch war das Band zwischen ihnen wieder aktiv, als sie sich begegnet sind. Mallory war für Rider immer eine Art Schatz, der behütet werden musste, an den er nichts ran kommen ließ. Und Rider war für Mallory immer ihr schützender Fels in der Brandung. Zumindest damals, als sie noch kleiner waren. Doch jetzt will sie es allein schaffen, ohne die schützende Hand.

Mallorys Gedanken haben mich sehr bewegt. Wenn man bedenkt, dass sie vor langer Zeit aufgehört hat zu reden und dann dem „zuhört“, was in ihr vorgeht, ist das ziemlich viel. Es fällt ihr sehr schwer, auszusprechen, was sie denkt. Nur bei Rider kann sie das ohne Zwang und ohne groß über die Wortwahl nachzudenken. Er versteht sie. Sie erkämpft sich Schritt für Schritt ein neues Leben, eine Zukunft und reißt einen mit. Man möchte ihr helfen.

Mit dem Thema Missbrauch an Kindern wurde ein ernstes Thema aufgegriffen, das mich sehr tief berührt hat. Wenn man selbst Mutter ist, geht einem so etwas sehr nahe. Es wird einem deutlich gemacht, wie oft einfach weggesehen wird, anstatt zu helfen. Traurig, aber leider wahr.

Die Autorin hat zwischen dem harten Thema, auch mit dem Sammeln von Erfahrungen in der ersten Liebe, bei mir gepunktet. Es hat mir gefallen, das nicht nur die traurige Vergangenheit die beiden Protagonisten verbunden hat, sondern auch tiefere Gefühle. Ebenso hat mir die kleine Kindergeschichte das Herz erwärmt, die Rider immer Mallory vorgelesen hat und die auch nach der Trennung der beiden, noch ein wichtiger Bestandteil war. Neugierig, wie ich bin, hab ich jene gesucht und gefunden. Mittlerweile liebt mein Sohn diese Geschichte.

🌟🌟🌟🌟🌟

Eure Nine

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