Stephanie Kempin – Alice: Follow the White

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Märchen mal anders! Was für ein Spaß.

Wer kennt es nicht – Alice im Wunderland? Dieses Märchen konnte ich mir als Kind nicht oft antun, weil es mich beizeiten gelangweilt hat. Aber jetzt, nach dieser Reise ins Märenland, ist es ganz anders.

Klappentext

Alles beginnt mit Bettys Beerdigung, wegen der der Unterricht an Miss Yorks Schule ausfallen muss: Auf einmal stört Zoey die Zeremonie, schießt mehrfach auf den Sarg und verschwindet, als wäre nichts gewesen. Doch wenig später steht Betty aus ihrem Sarg auf und macht sich auf die Suche nach ihrer postmortalen Mörderin. Sie findet Zoey und macht mit ihr kurzen Prozess. Ihre besten Freundinnen Alice und Chloe finden Betty, während sie sich noch über die Leiche beugt. Eigentlich müssten sie Betty verpfeifen, doch schnell beschließen die drei Freundinnen, gemeinsam Hals über Kopf zu flüchten.
Fragen über Fragen bleiben jedoch zurück, wie zum Beispiel, warum Zoey nicht mit echter Munition geschossen hat, die auch Untote zur Strecke bringen kann. Warum ist Betty noch relativ normal, zumindest für eine Untote? Was hat es mit Alice‘ Spiegelsicht auf sich? Und wohin will sie das verdammt mürrische, weiße Kaninchen mit der Armbrust und dem Welten-Chronografen führen?
Eine rasante Achterbahnfahrt hinein in den Kaninchenbau und durch die Welt zwischen den Märchen, der realen Fiktion, jeder Menge Popkultur und der raffinierten Idee, dass es auch so hätte erzählt werden können, wenn die Erzähler vor ein paar hundert Jahren ein bisschen mehr schwarzen Humor gehabt hätten.

Meine Meinung

Die Autorin hat ein altes Kindermärchen aufgepeppt auf eine Weise, die mich schon beim Lesen des ersten Absatzes zum Schmunzeln gebracht hat. Gewürzt mit schwarzem Humor und sarkastischen Dialogen, ein bisschen Blut hier, ein paar Untote da und noch mehr leckere Gehirne. Ich habe das Dreiergespann, Alice, Betty und Chloe, zusammen mit dem mürrischen Kaninchen gern begleitet.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt einen mit viel Witz durch die Seiten fliegen. Beginnend mit der Beerdigung von Betty, auf dessen Sarg geschossen wird und sie dennoch wieder aufersteht, bis hin zu der verrückten Reise der drei Freundinnen an der Seite des, ständig gestressten und unter Zeitdruck stehenden, weißen Spionage-Hasen. Menschen besitzen besondere Fähigkeiten – mit der ein oder anderen wäre ich auch gern ausgestattet.

Der Mix in dieser Geschichte ist einfallsreich und spannend dargestellt, sodass man bis Ende dabei sein will.

🌟🌟🌟🌟🌟

Eure Nine

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