Interview mit Sina Müller

Name: Sina Müller

Wohnort: Freiburg i.Br.

Geburtsjahr: 1977

Hauptberuflich: Kommunikationsmanagerin

Hobbies: Schreiben, lesen, nähen, Musik, tanzen

Deine Werke:

Josh & Emma – Soundtrack einer Liebe

Josh & Emma – Portrait einer Liebe

Lena in love – Tanz mit mir

Lena in love – Sprich mit mir

Herz über Board – Mein Sommer mit Jonah

Kurzgeschichten in den Anthologien »Zimtsternküsse«, »Schneegestöber« und »Herzfeinde 1«

Wie bist du zum schreiben gekommen?

Im Grunde bin ich über meinen Hauptjob im Marketing zum Schreiben gekommen. Das Schreiben machte mir schon immer besonders Spaß, aber irgendwann war es mir einfach zu eintönig, Marketingbroschüren, Mailings oder texte für Homepages zu schreiben. Auf einer reise durch Costa Rica ist dann der Wunsch in mir herangereift, etwas zu verändern. Zuhause angekommen habe ich mich dann an der Schule des Schreibens eingeschrieben. Und seither bin ich vom Schreiben nicht mehr losgekommen.

Was brauchst du zum Schreiben – mal abgesehen von einem anständigen Schreibprogramm?

Im Grunde nicht viel. Ich kann selbst bei Lärm und Trubel schreiben und mir reicht dann tatsächlich ein Plätzchen, an dem ich mich hinsetzen und meinen Laptop auf den Schoß nehmen kann.

Im Idealfall bevorzuge ich ein paar ungestörte Stunden, gute Musik auf den Ohren und etwas zu trinken. Ich lasse mich gerne ablenken während des Schreibens – W-LAN wäre also auch nicht ganz schlecht ^^

Woher nimmst du die Ideen für deine Bücher?

Meine Inspiration beziehe ich aus ganz unterschiedlichen Dingen. Meist sind es nur ein paar Wortfetzen, die ich in einem Film oder einer Unterhaltung aufschnappe. Oder ein Bild, eine Melodie. Ganz oft springt mich eine Idee einfach an und sie ist da. So war es zum Beispiel bei »Lena in love«. Urplötzlich war diese Zwillingsthematik in meinem Kopf und hat sich selbstständig gemacht. Oft passiert mir das, wenn ich entspannt irgendwo lang fahre. Mit dem Fahrrad, oder als Beifahrer im Auto. Dann tagträume ich wohl irgendwie und mein Kopf spinnt sich da irgendwas zusammen.

Welche Tips würdest du jungen Autoren auf den Weg geben?

Viel lesen, viel schreiben. Am besten jeden Tag. Schreiben hat unglaublich viel mit Disziplin zu tun. Fangt also schon früh an, gegen euren inneren Schweinehund anzukämpfen. Lasst euch nicht entmutigen, nehmt aber Kritik ernst. Wertschätzende Kritik kann euch weiterbringen – auch wenn sie erst einmal weh tut. Und dann natürlich: Liebt das, was ihr schreibt mit jeder Faser eures Herzens, denn ihr werdet verdammt viel Zeit mit diesem Thema verbringen.

Gibt es etwas, das dich an dir selbst stört?

Natürlich gibt es viele Dinge. Aber ich denke ihr wollte jetzt nichts von Figurproblemen hören. Auch nichts von meinem inneren Schweinehund, der mich zu gerne vom sporteln abhält, oder?

Was mich richtig stört, ist, dass wenn mir der Geduldsfaden reißt, ich sehr schwer aus der Spirale wieder rauskomme. Ich kann mich dann richtiggehend in eine Situation reinsteigern – und vergeude dadurch so viel wertvolle Zeit.

Wie stark hat sich dein leben verändert seit du schreibst?

Sehr stark, würde ich sagen. Anstatt, dass ich abends nach der Arbeit nach Hause komme und die Füße hochlege, juckt es mich schon in den Fingern, meinen Protagonisten einen besuch abzustatten. Statt mich abends gemütlich vor den Fernseher zu setzen, sitze ich vor dem Bildschirm und schreibe meine eigenen Storys. An sich würde ich sagen, dass ich ausgeglichener bin, da ich das Schreiben wirklich sehr liebe und es mich sehr entspannt. Aber zeitgleich sind viele andere Dinge dazugekommen, die meine Zeit als berufstätige Mutter eben sehr stark in Anspruch nehmen. Dennoch habe ich manchmal Sehnsucht, einfach einem ganz normalen Hobby nachzugehen, denn selbst lesen ist nur noch ab und zu möglich.

Liest du selbst? Hast du Favouritenbücher und warum?

Ich lese. Natürlich. Aber zu lesen bedeutet momentan, nicht zum schreiben zu kommen und so lese ich leider nur zwischen zwei Manuskripten, im Urlaub und wenn ich mal eine absolute Schreibflaute habe. Dann verliere ich mich gerne in Jugendbüchern und Dystopien. Derzeit würde ich sagen, dass »Noah und Echo: Liebe kennt keine Grenzen« zu meinen Top Ten gehört. Es ist sehr einfühlsam geschrieben und beschreibt eine zarte Liebe zwischen doch sehr unterschiedlichen Menschen, die beide schlimme Erfahrungen gemacht haben. Das Buch hat mich sehr bewegt. Ansonsten liebe ich die Maddie Freeman-Bücher, Dylan & Gray, aber natürlich auch Harry Potter und die Delirium-Reihe.

Wie geht es weiter? Was erwartet uns von dir?

Eine ganze Menge würde ich sagen. Derzeit arbeite ich gerade an einer Sidestory von meiner Debüt-Dilogie »Josh & Emma«. Der Bassist von Amblish hat sich doch tatsächlich eine Hauptrolle gekrallt und beansprucht mich derzeit sehr stark.
Dann steht noch der zweite Teil von »Herz über Board« an, dessen Veröffentlichung auf Winter 2017/2018 angesetzt ist (da muss ich mich echt sputen). Und danach möchte ich unbedingt den dritten Teil von »Lena in love« in Angriff nehmen. Aber es rumort gerade noch eine neue Reihe in mir, ein Serial, das ich so gerne schreiben möchte. Mal sehen, ob und wie ich das unterbekomme.

Weißt du schon vorher, wie eine Geschichte endet?

Nein. Ich entwickle meine Geschichten während des Schreibens. Ich bin manchmal selbst überrascht, wie meine Protagonisten reagieren. Aber bislang habe ich ihnen immer vertraut und ihnen die Zügel überlassen und bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Ich hoffe, das bleibt auch so.

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