Colleen Hoover – Nächstes Jahr am selben Tag

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Und bevor du die Sonne hereinläßt, achte darauf, daß sie sich die Füße abtritt.
Dylan Thomas

Klappentext

Ausgerechnet am Abend, bevor sie von Los Angeles nach New York zieht, lernen sie sich kennen: die 18-jährige Fallon, Tochter eines bekannten Filmschauspielers, und der gleichaltrige Ben, der davon träumt, Schriftsteller zu werden. Beide verlieben sich auf den ersten Blick ineinander und verbringen die Stunden vor dem Abflug zusammen. Doch wie soll es weitergehen? Wollen sie sich wirklich auf eine Fernbeziehung einlassen und ihren Alltag nur halbherzig leben? Um das zu verhindern, beschließen die beiden, sich die nächsten fünf Jahr jedes Jahr am selben Novembertag zu treffen, dazwischen jedoch auf jeglichen Kontakt zu verzichten. Und wer weiß, vielleicht, so die Hoffnung, klappt es am Ende der fünf Jahre ja mit einem Happyend.
Doch fünf Jahre sind eine lange Zeit – und so kommt ihnen trotz aller intensiven Gefühle, die bei jedem Treffen der beiden hochkochen, ganz einfach das Leben dazwischen …

Meine Meinung

Zitat:
„Wenn ich jemandem begegnen würde, in den ich mich verlieben könnte, würde ich mich eben so lange von ihm fernhalten, bis ich mich dafür bereit fühle.“

Fallon ist ein Mädchen, das ein dramatisches Erlebnis hinter sich hat. Sie ist gezeichnet von dessen, aber dennoch bildschön, denn sie blüht von innen heraus. Sie will nach New York, ihr Leben meistern und in die richtigen Bahnen lenken. Man könnte beinahe meinen, sie hat einen 5-Jahres-Plan und den will sie konsequent durchziehen, komme was da wolle.

Ben träumt davon Schriftsteller zu werden, hat das Schreiben im Blut. Jedoch zerfrisst ihn eine Schuld, die er mit sich trägt, wie seinen Schatten. Er ist ein starker, gefühlvoller Charakter. Ebenso wie Fallon, die irgendwie gelernt hat, mit ihrem Handicap zu leben – mehr schlecht als recht.

Schon als die beiden zum ersten Mal aufeinander treffen, ist etwas da – eine Verbindung, die tiefer geht, als erwartet. Die beiden entwickeln Gefühle, die einschlagen wie eine Bombe. Doch, weil Fallon nach New York zieht und Ben zurück in Kalifornien bleibt, beschließen sie einen Pakt. Sie treffen sich jedes Jahr, am 9. November, am selben Ort. Damit nimmt die Geschichte ihren Lauf, mit Höhen und Tiefen, Wendungen, die man so nicht erwartet hätte und die einen schlichtweg den Atem rauben.

Colleen Hoover steht auf meiner Favorite-Liste der Autoren ganz weit oben. Ich habe alle ihre Bücher verschlungen, geliebt, getrauert, und auch die ein oder andere Träne vergossen. Ihre Geschichten sind packend, so dass man einfach nicht aufhören kann, und auch gar nicht will. Ihre Charaktere sind authentisch und so schön gezeichnet, das man sie vor sich sehen kann.

In diesem Buch dreht sich alles nur um den 9. November. Ein Datum, das viele Ereignisse mit sich trägt. Colleen blendet das ganze Jahr, 364 Tage, komplett aus und beschränkt sich nur auf diesen einen Tag. Ausreichend, wenn man mich fragt, weil diese Tage es in sich haben. Trotzdem erfährt man genug über die restliche Zeit, wenn Ben und Fallon sich nicht sehen. Für mich, mal wieder, eins der schönsten Bücher.

🌟🌟🌟🌟🌟

Eure Nine

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