Zoey

Liebe!

Was war das eigentlich?

Es gab tausend Beschreibungen dafür. Millionen Mythen, die in diesem Zustand eintreten sollten.

Angefangen bei einem leichten Kribbeln auf der Haut, wo das Gegenüber einen berührt hatte, bis hin zu Tornadoähnlichen Schmetterlingsschwärmen im Bauch. Angeblich dachte man immer nur an die eine Person.

Aber wie fing so etwas denn an? Verknallt sein? Verliebt sein? Woher wusste man denn, das man eben das war? Was war denn, wenn man nicht diese ganzen komischen Empfindungen hatte, von denen alle Welt redete? Ich, für meinen Teil, hatte so etwas früher nie. Wahrscheinlich hätte ich einen Arzt aufgesucht, wenn mir das widerfahren wäre – dachte ich.

Sollte nicht heißen, dass ich noch nie eine Frau im Bett hatte. Oh doch, da gab es viele. Mein Bettpfosten alleine, reichte für die Kerben nicht mehr aus – damals. Man hätte mich tatsächlich als männliche Hure schimpfen können, was mich persönlich überhaupt nicht tangierte. Ich war eben kein Kostverächter. Man sollte sein Leben genießen, solange man konnte und jeden Tag nutzen, als wäre es der letzte. Was sollte daran verboten sein?

Gut, es gab schon die ein oder andere Frau, die sich angeblich unsterblich verliebt hatte in mich, aber wie konnte man das behaupten, wenn man nur eine Nacht miteinander verbracht hatte? Ging das überhaupt? Oder war das einfach nur Träumerei? Ich meine, mir sollte das egal sein, denn mich interessierte es nicht und das bekamen die Damen auch gesagt.

Jetzt fragte sich bestimmt jeder, ob ich überhaupt irgendeine emotionale Regung verspürte, wenn ich schon so kaltherzig Abfuhren erteilte. Ja, hatte ich tatsächlich. Bei meiner Schwester und allgemein bei meiner Familie, aber bei ihr am meisten. Mein kleiner Engel. Okay, ganz so klein war sie nun nicht mehr, aber immerhin einen Kopf kürzer, wie ich. Mehr Gefühl ging nicht.

Ja, dachte ich, aber ich irrte mich. Bis SIE plötzlich vor mir stand und mir an den Kopf geworfen hatte, dass sie in mich verliebt sei. Wir waren jahrelang Freunde. Sehr gute sogar. Sie hatte mich unterstützt, stand mir bei, half mir und tröstete mich auch. Wir waren ein Dreamteam. Uns konnte niemand etwas vormachen. Wir hatten den selben schrägen Humor, schikanierten wahnsinnig gerne unsere Freunde und bombardierten uns gegenseitig mit den frechsten Sprüchen. So war es einmal.

Doch dann hatte ich sie geküsst. Es war nur ein Kuss, aber der schlug ein wie eine Bombe. Auf einmal sah ich sie mit ganz anderen Augen und konnte mir keinen Reim darauf machen. Zo … meine Zo … die Zo, die mein Herz durch die Mangel nahm und es in tausend Teile brach.

Und genau diese Frau stand nun, zwei Stunden später, vor mir, sah mich mit ihren großen Augen an, in denen Hoffnung lag. Hoffnung darauf, dass ich zu ihr zurück kam, wir es noch einmal versuchten – so schätzte ich es zumindest ein. Nur gab es da ein Problem. Ein gravierendes, um genau zu sein.

Wäre ich doch nur ins Bett gegangen oder in irgendeine Bar anstatt hier zu bleiben. Es war klar, dass auch SIE hier erscheinen würde. Der verlorene Sohn war zurück, Zo konnte hoffen, mich am besten wie damals zur Hochzeit von April in die nächstbeste Scheune zerren, mich ansehen und schon würde ich über sie herfallen. Schande, wie sich das anhörte. Eigentlich war es so nicht mal annähernd.

Ich wich ihrem Blick aus, versuchte sie zu ignorieren, was gar nicht so einfach war. Diese Frau war die erste, die in mir Gefühle weckte, die mich und mein Herz zu Boden riss, genüsslich darauf herumtrampelte und nun wieder alles auf den Kopf stellte. Dabei war ich doch genau davor geflohen.

 

 

© J.M.Ash

Alles wie immer …

Der Begrüßungsmarathon dauerte gefühlt ewig, aber ich hatte es überlebt – mit einigen blauen Flecken und Kratzern. Nein, nicht darüber nachdenken, einfach hinnehmen. Unsere alte Hundedame Kyra war wohl die Wildeste von allen. Ein schwarzweißer Border Collie – gut, sie bekam allmählich graue Haare, was eine doch sehr interessante Farbmischung ergab. Trotzdem war sie noch sehr agil – was man an mir sah.

Mom und Dad waren beinahe genauso euphorisch wie unser Hund. Kaum zu glauben, aber wahr. Dad kam gleich mit einem neuen Pferd um die Ecke, welches trainiert werden sollte, und weil ich einmal da war, könnte ich auch gleich mit anpacken – so empfand er es.

Die Ranch hatte sich kaum verändert – alles wie gehabt. Mein Dad machte aus sturen, bockigen Stuten und beinahe aggressiv wirkenden Hengsten, Pferde die man reiten konnte. Schon in unserer Kindheit packten April und ich mit an, lernten schnell was es alles zu beachten gab. Irgendwann entdeckte ich das Bullriding für mich und damit zogen auch die Rinder bei uns ein. Mom war die Einzige, die für diesen Sport nicht viel übrig hatte. Ihr zur Liebe war ich nie bei einem Turnier, aber Zuhause auf der Ranch legte ich mich gerne mit diesen Monstern an.

Um sie nicht in Verlegenheit zu bringen, und den endlosen Diskussionen, die es dennoch gab, irgendwie aus dem Weg zu gehen, zog ich mir den Schuh des Feiglings an. Nur glaubte mir das keiner. Ich war nie feige. Warum auch? Das, was ich beherrschte tat ich, und den Rest lernte ich. So war es immer, aber dann kamen die beschissenen Zeiten. Ich musste mir eingestehen, dass ich doch ein Schisser sein konnte. Nein, ich möchte jetzt nicht darauf eingehen – jeder erlebte nun mal auch Zeiten, die man liebend gerne aus dem Leben streichen würde. Wir sprachen kaum darüber, aber vielleicht würde April eines Tages ihre Geschichte erzählen.

Am Abend kam Runde zwei dieses völlig absurden willkommen Heißens. Die taten alle so, als wäre ich in den Krieg gezogen und lebend aus der Schlacht zurückgekehrt. Dabei war meine Armyzeit schon lange vorbei.

Dieses Mal waren es Josy und Dylan. Er konnte mich mittlerweile ganz gut leiden, obwohl es eine Zeit gab, in der er mich verfluchte, weil ich seine jetzige Frau in meinem Bett liegen hatte, als er schon schockverliebt mit rosa Elefanten war. Josy war schon immer ein wahnsinnig heißes Gestell. Tattoo-Model und studierte Psychologin. Was für eine Mischung. Sie musste einen nur ansehen und man legte sich freiwillig auf ihre Übungscouch. Wir hatten vor Jahren eine Affäre, in der es sich nicht ganz so zart abspielte.

Eigentlich stammte sie aus L.A., dort wo meine Wenigkeit geboren wurde und drei Jahre lebte, bevor Mom erneut schwanger wurde und wir nach Nashville gingen. Mein Dad übernahm hier die Ranch seiner Familie. Es gab eine Zeit, in der ich viel in L.A. war und wir uns durch einen gemeinsamen Freund kennenlernten, mit dem sie eine WG hatte. Schande, sind meine Sätze heute wieder lang. Jedenfalls war sie damals zu einer wahren Freundin geworden, sogar für meine Schwester. Sie verliebte sich in Dylan und blieb in Nashville. Er ist der beste Freund meines Schwagers Zac. Die beiden kamen ursprünglich aus New York City, wobei Zac texanische Wurzeln hatte.

Ganz schön übel, das es nur April als echte Nashville-Lady in unserer Familie gab. Alle hatten irgendwo ihre Wurzeln, bevor sich daraus dieses Gemisch ergab. Noch nicht mal die Zwillinge waren es – die kamen in Springfield zur Welt, Zuhause in den vier Wänden von Zac und April. Geplant war das so nicht, aber meine Schwester arbeitete bis zum Schluss mit den Straßenkids in ihrem Camp, obwohl sie das laut Arzt nicht durfte. Und Schwups, da waren die zwei Knirpse zwischen Tür und Angel geboren. Zac rief mich hyperventilierend an, aber was hätte ich schon tun können auf diese Entfernung? Ich redete auf ihn ein, versuchte ihn zu beruhigen, ließ mich am Telefon von April beschimpfen und hörte die ersten kraftvollen Schreie der Babys.

 

 

© J.M.Ash

Engel

Da war sie also. Meine Schwester. Das Mädchen, welches immer meine Welt bedeutete, und die nun eine Frau war. Bildschön. Schon als sie schwanger mit den Zwillingen war, ihren Körper und ihr Erscheinungsbild gehasst hatte, war sie eins der bezauberndsten Wesen, die ich kannte. Aber jetzt wirkte sie noch reifer, erwachsener.

Lächelnd blickte sie Vanessa und mir entgegen. „Versteckst du dich?“, fragte sie mit ihrer engelsgleichen Stimme. Einer meiner Mundwinkel verselbständigte sich, verzog sich leicht nach oben zu einem schiefen Grinsen. „Als ob man sich in diesem Irrenhaus tatsächlich verstecken könnte“, sagte ich. Vanessa begann zu kichern und ich neigte meinen Kopf zur Seite, um sie anzusehen. „Was gibt es da zu lachen, kleine Motte?“ Ihre großen Kulleraugen fixierten mich, kleine Kinderhände umfassten meinen Kiefer. „Du kitzelst, Onkel Deac“, war ihre piepsige Antwort.

„Du siehst aus wie ein Bär!“, stellte April fest, noch bevor ich Vanessa antworten konnte. „Vielleicht bin ich das auch, und nur hier, um kleine, freche Motten zu essen“, brummte ich mit tiefer Stimme. Quiekend sprang Vanessa auf. Ihre Augen funkelten angriffslustig, bereit sich von mir fangen zu lassen.

Gemächlich erhob ich mich und die kleine Maus machte einen Schritt zurück. Langsam glitt ihr Blick an mir nach oben, bis sie bei meinem Gesicht ankam. Ihre Augen weiteten sich noch mehr, falls das möglich war.

Vor ihr stand ein Berg – was hätte das kleine Mädchen gegen mich schon ausrichten können. Ich grinste wissend, woraufhin sich ihr geschockter Ausdruck im Gesicht veränderte.

„Ägere sie nicht!“, ermahnte mich April. „Kaum hier, schüchterst du auch schon meine Tochter ein.“

„Als ob! Sieh sie dir an. Angst hat sie nicht. Im Gegenteil – sie überlegt, wie sie mich in die Knie zwingen kann.“ Prompt breitete sich ein diabolisches Grinsen auf Vanessas Lippen aus. Wie ihre Mom. Die beiden konnten es nicht leugnen. Definitiv stammte die eine von der anderen ab.

„Hast du ihn gefunden?“, polterte mein Schwager ins Zimmer, hielt kurz inne um mich zu mustern, und kam dann auf mich zu. Zac umarmte mich freundschaftlich und ich erwiderte es, wobei ich Aprils Reaktion genau beobachtete. Ihr Gesicht hellte sich noch mehr auf. Sie liebte die Freundschaft zwischen ihrem Mann und mir.

Wenn man bedachte, dass ich ihn ganz am Anfang ihrer Beziehung umbringen wollte, und man es jetzt sieht, dann konnte sie sich wirklich darüber freuen. Ich war nun mal ihr Bruder, demzufolge musste ich auf sie aufpassen. Pech für ihn. Aber es ging ja alles gut aus – mit wahnsinnig vielen Höhen und Tiefen.

 

 

©J.M.Ash

Katie Weber – Breathe Again

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Klappentext

Sieben Jahre, drei Monate und elf Tage sind seit dem letzten Blick in Jonahs Augen vergangen. Kein Anruf, kein Brief, keine Erklärung für sein Verschwinden. Doch dann taucht der mittlerweile berühmte Musiker nach dem Tod von Annabelles großem Bruder wieder auf und bringt ihre Welt erneut ins Ungleichgewicht. Die besten Freunde von damals sind zu Fremden geworden. Doch Jonah ist hartnäckig und lässt nicht locker. Gegen ihren Willen nimmt er Annie mit auf Tour und versucht sie dadurch aus ihrem tiefen Loch der Einsamkeit zu befreien und ihre Freundschaft, vor allem aber ihr Vertrauen, zurückzugewinnen. Wären da nicht die vergangenen Dämonen aus ihrer gemeinsamen Jugend, Jonahs Geheimnis und sein Leben im Rampenlicht, die es beiden unmöglich machen. +++ KEEP BEATHING TRILOGIE mit Annie und Jonah +++ Breathe Again – Since you’ve been Gone, Band 1 Breathe Harder – Since you’ve been Near, Band 2 Breathe Free – Since you’ve been Mine, Band 3 Alle drei Bände sind zusammenhängend.

Meine Meinung 

Zitat: „You are my sunshine, my only sunshine … You make me happy when skies are gray … You’ll never know dear, how much I love you … Please don’t take my sunshine away (Johnny Cash – You are my sunshine)“

Einer der schönsten Songs, den es auf dieser Welt zu hören gibt. Und der mich nun immer wieder an dieses unglaubliche Buch erinnern wird. Ich dachte, die Vorgänger von Katie hätten mich schon begeistert … nun ja … ich habe mich so sehr getäuscht. Breathe again hat mich völlig erschüttert, immer wieder regungslos sitzen und schwer schlucken lassen. Ihren unvergleichlich tollen Schreibstil hat sie beibehalten, sich jedoch in den beschriebenen Emotionen wahnsinnig gesteigert. Es war beeindruckend, Jonah und Annie zu erleben, mit ihnen gemeinsam zu fühlen … die Wut, die Enttäuschung, die Liebe, den Verlust.

Jonah ist der Typ Mann, den man vom rein äußerlichen, so wie er sich präsentiert, nur als Womanizer bezeichnen kann. Doch in ihm steckt der weichste Kern, den ein Mann nur haben kann. Er ist ein treuer und loyaler Freund, sowohl Annie als auch Ben gegenüber. Was er verspricht, hält er, wären da nur nicht die Gefühle, die in ihm brodeln.

Annie ist eine Frau, die so viele Verluste und tiefe seelische Verletzungen erleiden musste, die man niemanden wünscht. Aber auch sie ist eine wahre Freundin für ihren Kinder- und Jugendfreund Jonah, erlebt die schönsten Augenblicke in ihrer Kindheit mit ihm und ihren Bruder, die man sich nur wünschen kann.

Die Geschichte wird aus beiden Perspektiven erzählt und Katie setzt noch einen oben drauf, lässt die beiden sich erinnern an die Vergangenheit, und beschreibt diese ebenso wie die Gegenwart. Es ist aufregend, das Leben der Protagonisten zu verfolgen.

🌟🌟🌟🌟🌟

Eure Nine 

Katie Weber – Stolperherzen: Liebe ist (k)ein Kinderspiel

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Klappentext

Elias und Emily sind zwar beide gerade einmal vier Jahre alt, aber seit Kurzem die allerbesten Freunde. Das wäre weiterhin kein Problem, wäre da nicht die Vergangenheit ihrer Eltern. Während Ethan, Emilys Dad, sich wieder in seiner alten Heimat zurecht zu finden versucht, tut sich Elena, Elias Mutter, schwer damit, sich mit dem Gedanken anzufreunden, Ethan von nun an ständig über den Weg zu laufen. Knapp zehn Jahre hatten sich die Streithähne nicht mehr gesehen. Doch nun bringen ausgerechnet ihre Kinder sie wieder zusammen. Zoff ist vorprogrammiert. Denn Ethan und Elena verbindet mehr als ihnen lieb ist und weitaus mehr als sich leugnen lässt…

Meine Meinung 

Zitat: „Dieser Kerl besaß nun wirklich nicht die nötigen Eier, um sich überhaupt so nennen zu dürfen. Wer sein eigenes Kind hängen ließ und noch dazu die Frau, die man angeblich so sehr liebte, dem war wirklich nicht mehr zu helfen.“

Ethan … ein Mann, der seinen Worten Taten folgen lässt. Mit einem Herz aus Gold, das randvoll gefüllt ist mit Liebe.
Liebe zu seiner Tochter …
Liebe zu der Frau, die er schon sein Leben lang liebt …

In diesem Buch erzählt Katie nicht nur von einer unbeschreiblich schönen Liebe, sondern auch von einem Thema, dass mir persönlich sehr viel bedeutet, denn ich weiß, wie es sich anfühlt alleinerziehend zu sein und einen David zu haben.

Selten hat mich ein Buch so mitgerissen, dass ich es in einem Ritt gelesen habe, es einfach nicht aus der Hand legen konnte und wollte. Am meisten hat mich begeistert, dass Katie nicht nur von der Geschichte ihrer Protagonisten, Ethan und Elena, erzählt hat, sondern die Kinder mit in den Vordergrund gerückt hat. Denn diese haben hier eine sehr wichtige Rolle neben ihren Eltern gespielt.

Ethan und Elena sind starke und zugleich sehr verletzliche Charaktere, die ungemein sympathisch dadurch wirken.
Emily und Elias sind zwei tolle Kids – eben genauso wie sie sein sollten. Ehrlich und direkt, ohne Gewissensbisse, weil sie genau wissen, was sie wollen.

Ich bin verliebt in die Geschichten von Katie und in ihren tollen Schreibstil.

🌟🌟🌟🌟🌟

Eure Nine 

Katie Weber – Unter einer Decke: Mitbewohner wider Willen

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Klappentext

Hollys Leben könnte so einfach sein. Wäre da nicht dieser unfassbar störende und auch noch ziemlich berühmte neue Mitbewohner, der die junge Frau jeden Tag aufs Neue in den Wahnsinn treibt. Mit seiner überheblichen Art schafft es Nathan immer wieder, Holly aus ihrem Schneckenhaus zu locken, so sehr sie sich auch dagegen wehrt. Langsam aber sicher scheint ihre Welt kopfzustehen und der anfangs so verhasste Mitbewohner mausert sich zu einem unverzichtbaren Teil ihres Lebens. Bis Holly eines Tages etwas erfährt, das ihr Universum erneut rotieren lässt.

Meine Meinung 

Zitat: „Früher hätte ich so eine Entscheidung nie gewagt. Heute aber wusste ich, nur der, der etwas riskierte, hatte auch die Chance, seine Träume zu leben und nicht nur zu träumen.“

Holly und Nathan … zwei so grundverschiedene Charaktere, die sich aber dennoch treffender nicht ergänzen könnten. Eine so schöne Geschichte, die schon im Kindesalter ihre Wurzeln trägt, aber erst jetzt richtig erlebt wird, von den Protagonisten. Katie hat zwei wunderschöne Charaktere erschaffen.

Zitat: „Kein Erwachsener würde das verstehen können, doch ich wusste, Kinder konnten genauso lieben. Sie taten es nur auf andere Art und Weise. Doch das hieß nicht, dass es weniger intensiv war.“

Holly, die Fettnäpfchensammlerin, die sich so gar nichts zutraut, an allem und vor allem an sich selbst zweifelt, aber so natürlich und ehrlich dabei herüberkommt. Man kann sich durchaus in ihr wiederfinden und das macht sie wahnsinnig sympathisch.

Nathan, der Hollywood-Star, der einen ganz anderen Traum als das schauspielern hat, und seine beste Freundin wiederfinden will, die seine Welt schon einmal auf den Kopf gestellt hat.

Mit viel Witz, Charme und frechen Wortgefechten schwebt man durch die Seiten, amüsiert sich prächtig über das Gerangel der beiden Protas, taucht in Erinnerungen ab und beobachtet gebannt die Entwicklung der beiden.

Vielen Dank, liebe Katie, für diese kleine Reise.

🌟🌟🌟🌟🌟

Eure Nine 

Nashvilles Locations zum Buch

Leider konnte Annette heute den Beitrag nicht vorstellen – es gab eine kleine Panne und wir springen für sie ein.

Worum es sich heute dreht, sind die Locations, die im neuen Roman von Nicola erwähnt werden. Henny ist nicht nur auf der Ranch unterwegs, sondern erlebt auch Nashville live. Wer könnte besser von den Orten erzählen, als die Autorin selbst, die sie schon besucht hat.

Erste Station

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Nicola: „Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich damals die Music City Bar verzweifelt gesucht habe. Und ich meine WIRKLICH verzweifelt. Ich war an jenem Abend alleine unterwegs, es war Sommer und noch mächtig heiß. Ich trug meine Cowboy-Stiefel und erschwitzte beinahe auf dieser irren Suche. Ich hatte mein NAVI eingeschaltet und das sagte mir, ich wäre am Ziel angekommen. Tja … es stellte sich raus, das war ich tatsächlich, nur liegt die Bar so versteckt hinter anderen Gebäuden, dass es mir schlicht unmöglich war, sie zu sehen. Letztendlich aber fand ich sogar den Eingang. Es war kühl und außer mir und dem Barkeeper (ich bin heute lustiger Weise nicht mehr sicher, ob es mein (mittlerweile) guter Freund Austin war oder nicht) war niemand dort. Ich blieb dennoch, wir redeten, ich trank vermutlich ein Guinness und nahm einfach nur die Atmosphäre in mir auf. Es war dunkel, aber heimelig und ich bekam verdammt gute Livemusik für nichts weiter als ein paar Dollar Trinkgeld. Die Music City Bar ist ein Geheimtipp, aber genau dort habe ich nicht nur meinen (mittlerweile Ex-)Freund kennengelernt, sondern auch eine Menge anderer Freunde gewonnen. Und ich habe Musiker kennengelernt, die damals noch niemand waren und heute zumindest in der Country-Szene sehr bekannt sind.“

Nächster Halt

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Nicola: „In Tootsie’s Orchid Lounge am Broadway von Nashville habe ich so viele Nächte durchgetanzt, dass ich sie unmöglich noch zählen kann. Meist ist draußen vor der Tür eine lange Schlange, die ich oft zum Glück schon umgehen konnte. Es ist … in Nashville geht vieles über Beziehungen. Du musst Leute kennen, dann bist du auch mittendrin. Ich bin schon lange kein Tourist mehr in dieser Stadt, fühle mich dort mehr Zuhause als überall sonst auf der Welt. Im Tootsie’s sind schon so viele große Stars aufgetreten, zuletzt gab es einige Veranstaltungen, bei denen zum Beispiel auch Brad Paisley und Luke Bryan aufgetreten sind, aber das sind Monster Events, cooler ist es, wenn sich einer von ihnen einfach reinschleicht, auf die Bühne springt und ein paar Songs spielt. Bevor der Letzte im Raum es auch nur begriffen hat, ist der Star schon wieder weg, aber das macht den Reiz aus. Du weißt nie, wen du triffst. Oft auch einfach nur die Stars von morgen.“

Letzter Ort

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Nicola: „Wenn ich an den Fleet Street Pub in Nashville’s Printer’s Alley denke, dann habe ich sofort den Geschmack selbstgemachter Kartoffelchips mit verschiedenen Dips und den von süßlichen von Strongbow Cider. Ich kann nicht anders. Das ist der Geschmack vom Pub. Über die Jahre habe ich viele meiner dort einheimischen Freunde in den Fleet Street geschleppt. Der Pub ist ein Geheimtipp, der selbst den Menschen aus Nashville nicht unbedingt bekannt ist. Es könnte dran liegen, dass es eben ein typisch englisches Lokal ist. Und daran, dass es dort tatsächlich keine Livemusik und auch kein Karaoke gibt, sondern nur leise Musik vom Band. Englischer Rock zumeist, der die Unterhaltungen aber kein bisschen stört. Es ist … wenn du in Nashville einfach mal ein bisschen Ruhe suchst nach einem Konzert in der Bridgestone Arena zum Beispiel, ist das der Ort, an dem man einkehren, sich auf die kommende Partynacht vorbereiten kann.“

 

Wir hoffen, die kleinen Einblicke in diese Locations haben euch gefallen, und natürlich könnt ihr ein letztes Mal in den Lostopf hüpfen, wenn ihr eine Frage beantwortet.

Auch bei uns nicht Deutschland gibt es mittlerweile solche Bars, in denen man Live-Musik geboten bekommt. Es muss nicht zwingend Country sein, das gleich vorweg, aber wir wollen gerne wissen, ob ihr eine solche Bar schon besucht habt, und wie es euch gefallen hat?

Zu gewinnen gibt es:

1 Printbuch ‚LBA‘
3x Kettchen, Schlüsselanhänger und Ohrringe zum Buch
Lesezeichen von „Liebe besiegt alles“
An dieser Stelle verabschieden wir uns, hoffen, dass euch alle Beiträge im Rahmen dieser Blogtour gefallen haben, und wir euch Lust auf dieses Buch gemacht haben.