Nashville feat. Country

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Der Bundesstaat Tennessee löst schon bei der Erwähnung bei dem ein oder anderen Gänsehaut aus, uns eingeschlossen. Wenn man dann noch Nashville hört, schlagen Herzen höher. Die Music City, die Heimat des Country. Hier benötigt man vor allem eines: Ohren! Und eventuell ein paar Tanzschuhe, vorzugsweise Stiefel mit denen man sich seinem Umfeld anpassen kann. Dann geht es auch schon los. Die Nacht wird zum Tag gemacht, der Tag zum Ausruhen genutzt. So sieht eine der vielen Möglichkeiten in Tennessees Hauptstadt aus. Natürlich gibt es noch so viele andere Sachen zu sehen, – Museen, gutes Essen, u.v.m. „Wenn man es mal etwas ruhiger möchte, ohne Livemusik, dann ist der Fleet Street Pub empfehlenswert. Englisches Essen, Bier und Cider. :)“, empfiehlt Nicola. Aber uns interessiert heute die Musik in dieser lebendigen Stadt.

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Nashville wird zum drittwichtigsten Ort – nach New York und Los Angeles – der Musikindustrie gezählt, wo die großen Musikverlage, Plattenfirmen und Studios angesiedelt sind, zumeist auf der Music Row zu finden. Wichtige Preise werden verliehen, unter anderem die CMA-Awards, die Nicola „Leider bisher immer nur im Fernsehen/Online“, angesehen hat.

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In dieser Stadt gibt es überall tolle Musikschuppen, in denen Bands live spielen. In Nashville gibt es so viel zu sehen – über 150 Veranstaltungsorte für Live-Musik. In jeder Kneipe, jedem Club spielen andere Sänger und Songwriter. Der musikalische Ruf Nashvilles hat internationale Stahlkraft. Country und Bluegrass sind weit verbreitet, doch die bunte Musikszene deckt auch Genre wie Jazz, Gospel, Rock, Americana, Rockabilly oder Blues ab. Den Bluegrass erlebt man im The Station Inn, die nordamerikanische Songwriter-Musik im Bluebird Café – „legendär“, wird es auch von Nicola genannt und zählt zu ihren absoluten Favoriten. Wir haben sie gefragt, wo sie sonst gerne ihre Abende verbracht hat. „Oh Gott, wenn ich die alle aufzähle, sind wir ja morgen noch hier 😀 … Ich kenne sie – auch wenn es irre viele sind – vermutlich fast alle. Also zähle ich lieber meine Favoriten auf. Tootsie’s Orchid Lounge, Honky Tonk Central, The Stage allen voran. Oh und natürlich Music City Bar & Grill.“

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Man könnte es fast als Klischee bezeichnen, wenn man sieht, wie viele Songwriter in dieser Stadt leben. Nashville ist dafür bekannt. Aber wie schwer ist es wirklich? Kann das jeder? Wird man mit diesem Talent geboren? Oder inspiriert die Stadt, sodass man sich selbst ausprobiert? „Oh, das ist eine interessante Frage. Ich glaube, dass beides stimmt. Jeder kann es lernen einen Song zu schreiben, aber um einen zu verfassen, den schließlich ein bekannter Musiker singt, braucht man mehr. Das muss einem im Blut liegen. Und es ist noch mal etwas anderes, wenn man seine eigenen Songs auch auf der großen Bühne selbst präsentieren möchte. Dazu braucht es mehr als nur das Talent einen Song zu schreiben oder zu singen“, empfindet Nicola, wenn sie übers Songwriting spricht. Sie selbst schreibt Songs, die in ihren Büchern bruchstückhaft vorkommen. Wir wollen wissen, wie sie dazu gekommen ist, ob die Stadt sie inspiriert hat. „Song writing … oh je. Na ja, schon. Ich spiele Gitarre und habe viele Freunde, die Musiker sind. Vor und mit ihnen spiele ich auch gerne, öffentlich aber überlasse ich das anderen. Der Songtext im letzten Kapitel vom neuen Buch ist aber tatsächlich von mir. Es sind nur Bruchstücke, es gibt aber auch einen ganzen Text. Der allerdings ist sehr persönlich. Ich habe ihn tatsächlich für jemanden geschrieben, der mir sehr am Herzen liegt. Und die Texte in ‚Auf ewig Dein‘ sind auch aus meiner Feder, aber das ist kein Country ;)“

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Auch gibt es Orte, die ein Country-Fan nicht verpassen sollte, wie das Grand Ole Opry, welches auch Nicola schon besucht hat. „Awww, ich liebe diesen Ort. Auch wenn ich sagen muss, ich ziehe die Abende im Ryman Auditorium vor. Wobei ja beides die gleiche Show ist. Zwei Stunden Musik und du bekommst von allem in der Country Music was. Oft auch mal einen Sänger/in, Gruppe, die du dir sonst nie angesehen hättest“, erzählt sie uns. Oder man besucht die legendäre Musikbühne im eben genannten Ryman Auditorium, die Kirche der Countrymusik. Wir wollen von ihr wissen, wie genau man sich das vorstellen muss – nicht jeder kam schon in den Genuss dieses atemberaubenden Erlebnisses. „Es ist ja zugleich eine Musiksendung, die auch im Radio übertragen wird. Es gibt also einen Moderator, der die Sänger und Gruppen vorstellt. Jeder Sänger/in/Gruppe hat 15 oder 30 Minuten Zeit, Songs zu präsentieren (30 Minuten dürfen nur die Größen der Countrymusik spielen). Das alles muss also sehr schnell gehen und man bekommt so auch innerhalb von zwei Stunden ein sehr breites Angebot.“ Für uns hört sich das nach einem unvergesslichen Abend an.

Das Johnny Cash Museum, welches „Der Wahnsinn“ ist, laut Nicola und „Auch für Nicht-Fans sehr empfehlenswert“, oder die Country Music Hall of Fame and Museum. Außerdem kann man sich auf dem Honky Tonk Highway austoben. „Nashville ist wie meine Westentasche“, fügt sie an, was uns noch ein bisschen neugieriger gemacht hat. Wir haben gefragt, welcher ihr erster Weg war, als sie in Nashville gelebt hat. „Oh, meine ersten Wege … ich erinnere mich noch genau. Ich musste den Broadway sehen. Dorthin wo die ganzen Bars sind, wo Geschichte geschrieben wurde und wird. Es war an einem Vormittag im Sommer. Es war etwa so warm, wie in dem zweiten Kapitel von meinem neuen Buch. Ergo: Es war brütend heiß.“ Wenn man auf dem Broadway in Nashville unterwegs ist, kann es durchaus passieren, dass man Menschen begegnet, die man sonst nirgends sehen würde, daher wollen wir wissen, ob ihr Berühmtheiten begegnet sind. „Nein, damals nicht. Ich glaube aber, ich hätte sie auch gar nicht erkannt. Oder besser gesagt: Nicht wahrgenommen. Ich habe kein Gesichtergedächtnis, aber ich wäre auch so unglaublich abgelenkt gewesen von der Kulisse der Stadt und habe mich gar nicht auf die herumlaufenden Menschen konzentriert 🙂 Aber ich habe schon einige Größen mittlerweile zufällig getroffen. Allerdings sammle ich weder Autogramme, noch mache ich Fotos mit Stars. In ihrer Freizeit sollten sie auch frei sein dürfen!“ Frankie Ballard und Charlie Worsham sind nur zwei, denen sie mittlerweile gegenüber stand.

Kommen wir zum Thema Country, ein Genre mit so vielen Gesichtern und vielen verschiedenen Stilrichtungen. Man hört oft nur den großen Begriff, aber dahinter stehen einige Besonderheiten. Die Hauptstilrichtungen, die immer und überall vertreten sind, hören auf die Namen: Bluegrass, Honky Tonk, Nashville Sound, Western Sound – auch bekannt als Saloon-Musik – und Americana. Hinzu kommen die regionalen Stilrichtungen und Modeströmungen: Bakersfield Sound, Cowboy-Musik, Neo-Traditionalismus, Rockabilly, Country Rock, Tex Mex und Country Pop. So viele Sänger/innen und Gruppen, die sich diesem tollen musikalischen Erlebnis gewidmet, es verinnerlicht haben und nach außen tragen.

Wir haben gefragt, ob Nashville Nicola zur Countrymusik gebracht hat, oder diese schon vorher ihr Begleiter war? „Countrymusik war schon immer da. Angefangen hat es mit Johnny Cash. Sagen wir, mir wurde Country in die Wiege gelegt :D“, erzählt sie und weil dieses Genre so weitläufig ist, wollen wir wissen, welcher Stil ihr am meisten zusagt. „Definitiv, um es einzugrenzen, schon mal Nashville Country. Ich mochte und mag immer noch Old Country, bin aber auch von Modern Country sehr angetan. Für mich ist wichtig, dass die Musik noch eine Geschichte erzählt. Wenn es nur noch drum geht, ‚Er verliebt sich in sie‘, ist es für mich viel zu viel Pop. Es darf gerne auch mal eine traurige Geschichte erzählt werden, fernab von Liebe. Um es kurz zu sagen in Country gehört für mich kein Rap und auch kein Pop. Ein bisschen Rock ist okay. Aber das Wichtigste ist: Die Musik muss mit der Hand gemacht sein!“ Diese Ansicht teilen wir mit ihr.

Zum Schluss wollen wir von ihr wissen, ob es kleine Anekdoten gibt, betreffend unseres Themas, die sie aus ihrer Zeit in Nashville erzählen mag. „Okay … mal sehen. Was kann ich erzählen, ohne mich jetzt in Schwierigkeiten zu bringen :D“, grübelt sie und erzählt uns: „Blake Shelton hat einen Song ‚You can’t make this up‘. Und mein Exfreund und ich sagen beide, dass es zwischen uns genau so war, als wir uns zum ersten Mal gesehen haben. 😀 Es stimmt nicht in allen Details, aber doch in vielen. Blake könnte das Lied über uns geschrieben haben. Und die zweite Anekdote: Ich war mal auf einem Konzert von Danielle Bradbery und sah ihr damals offensichtlich ziemlich ähnlich. (kann ich selbst nicht beurteilen) Ich wurde jedenfalls von verschiedenen Leuten unabhängig voneinander gefragt, ob ich ihre Schwester oder Cousine bin. :D“

 

Wer es bis hierher geschafft hat zu lesen und zu lauschen, kann natürlich auch etwas gewinnen. 🙂

1 Printbuch ‚LBA‘
3x Kettchen, Schlüsselanhänger und Ohrringe zum Buch
Lesezeichen von „Liebe besiegt alles“
Beantwortet uns einfach eine Frage und springt dadurch in den Lostopf.
Gibt es heimliche Country-Fans unter euch? Und falls ja, erzählt uns welche Stars ihr hört.
In den nächsten Tagen bekommt ihr weitere Einblicke. Schaut unten auf die kleine Wegbeschreibung und schon könnt ihr mehr erfahren.
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9 thoughts on “Nashville feat. Country

  1. Toller Beitrag! ☺

    Ich mag diese Art von Musik, höre sie aber sehr selten. Keith Urban ist zurzeit mein Lieblingssänger in diesem Genre.

    Liebe Grüße
    Zeki

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  2. Hey ihr Lieben. Wieder ein toller Beitrag von euch,Danke dafür.
    Als Fan würde ich mich nicht bezeichnen aber ich höre es ganz gern mal an wenn’s Grad irgendwo läuft. Einen Lieblingdsänger habe ich dementsprechend auch nicht.
    Ganz liebe Grüße ❤

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  3. Hallo und guten Tag,

    danke erst einmal für den heutigen Beitrag.

    Ja, ab-und zu darf es auch gerne mal Country-Musik sein.
    Mein persönlicher Liebling ist Johnny Cash, der leider schon 2003 verstorben ist und sein Lied „Ring of fire“

    Da wippe und singe ich jedes Mal gerne mit!

    LG..Karin..

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      1. Huhu,

        Danke und ich bin froh , dass ihn doch noch jemand außer mir kennt und zu würdigen weiß…breites Grinsen.

        LG..Karin..

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  4. Hallo

    Ein direkter Fan von Country bin ich nicht, aber ich höre gerne die Musik von Blake Shelton und Brad Paisley. Aber das war es auch schon. Ich glaube ich sollte dort mal etwas stöbern gehen 😊
    LG Stefanie

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