Mira Valentin – Der Mitreiser und die Überfliegerin

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Klappentext

Ist es Magie? Oder einfach nur das Leben?

Die Welt des 18-jährigen Milan gerät aus den Fugen, als seine Sandkastenfreundin Jo bei einem Kletterunfall ums Leben kommt. Doch dann fliegt ihm plötzlich ein weißer Wellensittich zu, der ihn ganz bewusst zum Zirkus Salto lockt. Dort lernt Milan die schöne, aber womöglich verrückte Trapezkünstlerin Julie kennen. Angezogen von ihrer sonderbaren Theorie über magische Menschen und Seelentiere reist Milan mit dem Zirkus und lernt: Es erfordert eine Menge Mut, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen. Oder Magie – ganz wie man es nimmt.

Meine Meinung 

Zitat: „»……Denn zu Beginn seines Lebens ist jeder Mensch magisch. Aber die Welt, die, die Vertreter erschaffen haben, hat keinen Platz für Magie. Ihnen geht es nur um Macht, Fortschritt und Geld. Magische Menschen verstehen sich nicht auf so etwas. Je weniger Magie in den Menschen wohnt, desto besser gedeiht die Vertreter-Kultur. Kannst du das nicht erkennen? Sieh dich doch mal in deinem Leben um!«“

Das erste Zitat dieses Buches, welches ich mir stibitzen musste … ja, ich war dazu gezwungen, genau jenes zu nehmen, weil es so brutal ehrlich ist. Wir reden hier nicht von Hokuspokus, Zaubersprüchen oder Hexenkunst, nein, hier geht es um die Magie des einzelnen Menschen. Das was ihn ausmacht. Jeder besitzt sie irgendwo tief in sich, begraben, erloschen, oder vielleicht sogar lichterloh brennend.

Milan ist ein gebrochener junger Mann, der durch einen Schicksalsschlag gebeutelt, durch sein bisschen Leben, das er noch hat, dahin trottet. Im wahrsten Sinne des Wortes. Für ihn existiert nur noch Dunkelheit, das Licht ist erloschen als Jo ging.

Als er sich dem Zirkus an schließt, lernt er das Leben neu kennen, auf eine Weise, die ihm bisher verschlossen war, aber die ihm weit mehr gibt, als er je für möglich gehalten hat. Er lernt Menschen kennen, die mit dem Herzen sehen. Hinter dem Zaun dreht sich die Uhr des Lebens anders, und davor tummeln sich die „Vertreter“, die ihre eigene Magie verloren haben.

Zitat: „Es gab nur das Leben und die Tücken, die es sich so ausdachte. Wenn man zusammenhielt, konnte man ihnen manchmal entkommen. Aber nur manchmal.“

Mira schreibt in der dritten Person und ich glaube, das ist das erste Mal, dass ich deswegen keinen Punkt abziehen kann, denn ihr Schreibstil ist so fesselnd und schön, das man glauben kann, nicht selbst zu lesen, sondern die Geschichte tatsächlich erzählt zu bekommen.

Man stelle sich einen Ort, weit ab von dem wüsten Leben draußen, hinter einem Zaun vor, bei dem man in geselliger Runde sitzt und sich Geschichten erzählt. Genauso habe ich mich gefühlt. Aber nicht alles ist Glitzer, nur weil es glänzt. Mira hat in ihre Geschichte Themen eingefügt, die so viele Menschen betreffen auf dieser Welt. Doch ich habe noch nie erlebt, wie eine Autorin so offen an diese herangegangen ist.

Letztendlich bleibt nur zu sagen: Lasst niemals die Flamme der Magie, ob sie auch noch so klein ist, in eurem Herzen erlöschen. Glaubt an euch, und an das was ihr könnt. Hört nicht auf das, was euch andere versuchen einzureden. Jeder ist auf seine Weise etwas ganz besonderes.

🌟🌟🌟🌟🌟

Eure Nine 

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