Interview mit Alina Stoica

     Name: Alina Stoica

     Wohnort: Algarve, Portugal

     Geburtsjahr: 1978

     Hauptberuflich: Immobilienverkäuferin

     Hobbies: Schreiben, Lesen, Formel 1, Fußball, Tiere, Spaziergänge in der Natur

     Deine Werke: Geflüsterte Sehnsucht, So nah, so fern (Titel der Originalausgabe: Gänseblümchen aus dem Jenseits), Im Namen des Vaters, Yakyras Zauberstein, Der Tod trägt Weiß, Brennende Träume – sowie weitere Kurzgeschichten und Gedichte, die in verschiedenen Anthologien erschienen sind

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Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Wie die meisten Autoren habe auch ich meine Leidenschaft für das Schreiben bereits im Kindesalter entdeckt. In der Schule verfasste ich seitenlange Schulaufsätze, schrieb die Pausen durch und bekam anschließend fast jedes Mal eine Sehnenscheidenentzündung im rechten Arm. Alltägliche Erlebnisse, Liebeskummer, Freude und Leid verarbeitete ich, indem ich Gedichte darüber schrieb. Einige davon sind 2002 in einem Foto- und Lyrikband bei dem Verlag Edition XXL erschienen.

2010 war es mein damaliger Chef, der mir den Anstoß gab, mit meinen Werken an die Öffentlichkeit zu gehen. Ich bin seinem Rat gefolgt, habe mich bei einigen Verlagen beworben. Nur drei Monate später hielt ich mein erstes Werk, einen Lyrik-Band, in den Händen. Beflügelt von diesem Erfolgserlebnis begann ich mit der Arbeit an einem Roman. Mein “Erstling” ist 2012 bei einem kleinen Verlag unter dem Titel “Gänseblümchen aus dem Jenseits” erschienen. Es folgten weitere Veröffentlichungen in verschiedenen Anthologien, zwei Kurzromane in der Mystery-Reihe des CORA Verlags sowie zwei weitere Romane, die 2016 bei dotbooks GmbH erschienen sind.

Was brauchst du zum Schreiben? Mal abgesehen von einem anständigen Schreibprogramm.

Ich brauche vor allem eine ruhige, entspannte Atmosphäre und Zeit. Ich kann mich nicht richtig gehen lassen und in die Geschichte eintauchen, wenn um mich herum reges Treiben herrscht. Sogar Musik oder Fernsehgeräusche empfinde ich dabei als störend. Und ich muss mindestens 3 – 4 Stunden am Stück zur Verfügung haben, 30-minütige Schreibphasen sind nichts für mich, solange brauche ich allein, um mich „aufzuwärmen“.

Woher nimmst du die Ideen für deine Bücher?

Die Ideen zu meinen Büchern entstehen meist aus ganz alltäglichen Situationen. Ein unterhaltsames Gespräch, ein einschneidendes Erlebnis, eine schöne Landschaft – all dies inspiriert mich zum Schreiben. Zunächst ist es nur ein kleiner Funke, ein Impuls, eine Grundidee. Darauf wird der Plot aufgebaut, was bei mir meistens nachts oder im Morgengrauen geschieht. Obwohl ich eigentlich ein Tagschreiber bin, habe ich nachts die besseren Einfälle.

Wie lange schreibst du, bis eine Geschichte fertig ist und du zufrieden bist?

Das hängt ganz von meinem Zeitplan ab. Meinen ersten Roman habe ich binnen fünf Monaten geschrieben, von denen ich aber drei Monate fast jeden Tag am Laptop gesessen habe. Die CORA-Kurzromane hatte ich jeweils innerhalb eines Monats fertig. Für „Brennende Träume“ habe ich insgesamt etwa zwei Jahre gebraucht – allerdings wurde die Geschichte mehrere Male umgeschrieben und zwischendurch war ich mit anderen Projekten beschäftigt. An meinem letzten Manuskript habe ich etwas mehr als zwei Jahre gesessen. An Ideen mangelt es mir nicht, doch leider ist meine Zeit momentan durch den Hauptjob und dem ausgefüllten Privatleben so knapp bemessen, dass ich nur am Wochenende zum Schreiben komme. Mit der Überarbeitung halte ich mich hinterher in der Regel nicht allzu lange auf, denn mithilfe meiner treuen Testleserin überarbeite ich bereits während des Schreibens kapitelweise – was mir am Schluss eine Menge Arbeit erspart.

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Welche Tipps würdest du jungen Autoren mit auf den Weg geben?

Glaubt an euch, seid zielstrebig und konsequent, aber nicht überheblich, verfolgt euren Traum, bleibt jedoch immer offen für Kritik und konstruktive Ratschläge. Nur wenn ihr bereit seid, hart an euch zu arbeiten, könnt ihr euch kontinuierlich verbessern. Der Literaturmarkt wird täglich von neuen Veröffentlichungen überflutet, doch nur wer sich ständig weiterentwickelt und durch Originalität glänzt, kann sich dauerhaft behaupten.

Gibt es etwas, das dich an dir selbst stört?

Ich bin ein Gefühlsmensch und lasse mich meist von meinen Emotionen leiten. Was dazu führt, dass ich oft sehr impulsiv reagiere. In manchen Situationen wäre es allerdings angebrachter, etwas mehr Ruhe zu bewahren. Ich arbeite daran. 😉

Wie stark hat sich dein Leben verändert, seid du schreibst?

Durch das Schreiben ist mein Leben vollständiger, erfüllter geworden. Ich lebe meine große Leidenschaft aus, was mir Freude, innere Ruhe und Zufriedenheit bereitet. Meinen Zeitplan musste ich allerdings umstrukturieren; vieles ist dadurch auf der Strecke geblieben, was aber absolut okay für mich ist. Ich habe meine Prioritäten neu gesetzt und Schreiben steht dabei an einer der obersten Stellen.

Liest du selbst? Hast du ein Favouritebook und warum?

Ich lese sehr gerne, sofern es mir meine knapp bemessene Freizeit erlaubt. Mein absolutes Lieblingsbuch ist „The Secret – Das Geheimnis“ von Rhonda Byrne. Ich habe dadurch gelernt, viele Dinge in einem anderen Licht zu sehen und mein Leben hat sich sehr zum Positiven verändert.

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Wie geht es weiter? Was erwartet uns von dir?

Ich habe im vergangenen Jahr ein weiteres Projekt abgeschlossen, einen Mystery-Thriller, der in der Algarve spielt. Das Manuskript hat bei einem Schreibwettbewerb den 1. Platz belegt und wird zurzeit von einem bekannten Verlag geprüft. In Kürze beginne ich mit der Arbeit an einer neuen Geschichte, die ebenfalls in meiner Wahlheimat Portugal spielt. Zum ersten Mal habe ich einen reinen Thriller, ganz ohne übernatürliche Elemente, geplant.

Weißt du schon vorher, wie deine Geschichte endet?

Ja, in der Regel entwerfe ich einen soliden Plot, bevor ich mit dem Schreiben beginne. Ich habe von Anfang an eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie die Geschichte beginnt und wie sie aufhört. Selbstverständlich entwickeln sich beim Schreiben immer wieder neue Handlungsstränge, die ich dann mit in die Story einbaue. Aber das Ende habe ich von Beginn an ganz konkret in meinem Kopf.

Ich würde gern ein kleines Spiel mit dir machen. Ich nenne dir einen Begriff und du antwortest mit dem erstbesten was dir dein Bauchgefühl sagt darauf.

Farbe – Blau

Tier – Panther

Land – Portugal

Charaktereigenschaft – Ehrlichkeit

Berühmte Persönlichkeit – Cristiano Ronaldo

Zitat – Das Glück eines jeden Menschen liegt in der Beschaffenheit seiner Gedanken (aus „The Secret – Das Geheimnis“)

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