Bastelstunde, die Zweite

Christina hat mir einige Textauszüge zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug habe ich ihr ein paar Bildchen gebastelt und irgendwie zieht es mich ja schon wieder zur dunklen Seite. Maél ist schon ziemlich verlockend.

Eure Nine

Bastelstunde

Es gibt solche Geschichten, die schaffen dir unglaublich tolle Bilder im Kopf. Wenn es der Autorin also gelingt, dass du dir vorstellst, wie die- oder derjenige wohl aussehen mag, dann ist das schon die halbe Miete. Und für mich, meinen wirren Gedanken und dem Kino im Kopf, hat es gereicht, um Bildchen zu basteln.

Und um festzustellen, dass ich düster veranlagt bin. 😀 Ich habe Levian aus verschiedenen Perspektiven gewählt.

Eure Nine

Mira Valentin – Das Geheimnis der Talente

519ZJyDWBcL

Klappentext

**Traue niemandem, der dich küssen will**
Melek ist alles andere als ungewöhnlich. Sie lebt in einer Kleinstadt, schreibt mittelmäßige Noten und hat nur einen einzigen Freund. Oder auch gar keinen, wenn man bedenkt, dass er lieber mehr als nur eine Freundschaft mit ihr hätte. Doch dann wird sie von den »Talenten« entdeckt, einer Gruppe Jugendlicher mit übernatürlichen Fähigkeiten, die ihr offenbaren, dass sie eine versteckte Begabung in sich trägt. Von einem Tag auf den anderen wird Melek in ein gefährliches Doppelleben verstrickt und muss einem strengen Regelwerk folgen, dessen oberstes Gesetz lautet: Küsse niemanden, wenn dir dein Leben lieb ist. Dass der gutaussehende Anführer der Talente ausgerechnet den charismatischsten Mann darstellt, dem Melek je begegnet ist, macht diese Regel dabei nicht gerade einfacher…

Meine Meinung

Eine Bloggerin nannte es talentifiziert … und irgendwie muss ich dem tatsächlich zustimmen. Es ist grauenvoll, wenn man wissen will, wie es weitergeht, aber gerade keine Zeit hat und dadurch das Buch weglegen muss. Es ist die reinste Qual.

Ich hatte ja keine Ahnung, was da auf mich zukommt, wenn ich die Talente-Reihe beginne. Das erste Drittel hat mich wahnsinnig neugierig gemacht, aber es hielt sich noch so in Grenzen, dass ich nicht durchdrehen musste, wenn ich gerade nicht lesen konnte. Im zweiten Drittel dachte ich: „Heilige Scheiße, du bist eindeutig düster veranlagt, wenn du ausgerechnet für diesen Dschinn Sympathie empfindest.“ Und dann kam das letzte Drittel und meine Nacht wurde zum Tag.

Also ja, ich wurde talentifiziert und bin nun auf dem Stand, dort nicht mehr heil heraus zukommen. Ich stecke knietief drin und ich will mehr davon. Miras Geschichte um Melek und die Talente hat mich inspiriert, mir Bilder in den Kopf gezaubert und mich mit Gefühlen überhäuft.

Nicht nur, das Mike immerzu aus der Offenbarung zitiert und jeder ihn irgendwie für verrückt hält. Es passt tatsächlich immer in bestimmte Situationen. Mit Bibelzitaten habe ich persönlich nicht gerechnet, aber treffender hätte es nicht sein können. Beeindruckend, wie sehr sich ein Blickwinkel verändern kann, wenn man ihn ein bisschen dreht. Und plötzlich denkt man: Da ist was wahres dran.

Wie viele Geheimnisse wird es wohl geben, die die Normalos nicht wissen, sondern nur Auserwählte? Welche Talente wird es wohl unter uns geben? Würden wir einen Dschinn erkennen?

Melek hat mich fasziniert. Sie ist trotz ihres Talents so normal und unsicher. Zu allem Überfluss muss sie auch noch mit ihren Gefühlen klar kommen, obwohl sie doch schon genug mit ihrer neuen Aufgabe zu tun hat. Gleich drei Jungs stellen sich in ihren Weg, so verschieden und jeder für sich einzigartig. Für wen ihr Herz schlägt? Wer weiß … meins hat sich scheinbar für die Dunkelheit entschieden und nimmt das Angebot des Fauns an.

⭐⭐⭐⭐⭐

Eure Nine

Christina Matesic – Elea: Die Weisheit des Drachen (Band 2)

Cover_Elea2

Klappentext

Elea gelingt die Flucht vor dem Zauberer Darrach aus dem Akrachón-Gebirge zusammen mit Arabín, ihrem Drachen. Doch um welchen Preis? Sie muss Maél, ihre große Liebe, zurücklassen, der wieder in die Hände des Zauberers fällt und Opfer dunkelster Magie wird.

Für die Liebenden beginnt von nun an ein neues Leben mit Herausforderungen, denen sie sich getrennt voneinander stellen müssen. Ihre größte Herausforderung wird jedoch letztendlich sein, dem anderen wieder gegenüber zu treten.

Ist Eleas Liebe zu Maél stark genug, um zu ihm vorzudringen, nachdem Darrach die Erinnerung an sie gelöscht hat und ihn zu einem gefühllosen, sadistischen Mann gemacht hat, dessen einziges Ziel es ist, sie leiden zu sehen? Und kann Maél diese von Darrach geschmiedete, dunkle Seite in sich besiegen, bevor Eleas Leben durch sie in Gefahr gerät?

Und dann ist da noch der weise Drache Arabin, der die eine oder andere Überraschung für Elea bereithält, die ihr die Erfüllung ihrer ursprünglichen Bestimmung, nämlich das Menschenvolk vor den dunklen Mächten zu bewahren, nicht gerade leichter macht…

Meine Meinung

Na klar musste ich wissen, wie es weitergeht. Und ja, es ist Christina wieder gelungen, dass mich ihre Liebes-Fantasy Geschichte gepackt hat.

Ich kann es eigentlich gar nicht wiedergeben, aber Elea hat sich ziemlich in meinen Kopf fest gesetzt. Diese kleine Drachenreiterin. 🙂

Auch hier hat Christina eine wunderbare Art zu schreiben. Trotz 600 Seiten fliegt man durch die Geschichte. Besonders die Bindung von Elea und Maél hat es mir angetan.

Fazit: sehr gelungener 2. Teil, der Lust auf Teil 3 macht.

⭐⭐⭐⭐⭐

Eure Carmi

 

Christina Matesic – Elea: Die Träne des Drachen (Band 1)

Cover_Elea1

Klappentext

Was wäre, wenn der Mann, der dich einst wie ein wildes Tier gehetzt hat, der dich geschlagen und gedemütigt hat, deine große Liebe werden würde – diese Liebe aber nicht sein darf?

Das Leben der jungen Elea steht Kopf. Sie wird nicht nur von dem brutalen Krieger Maél im Auftrag von König Roghan, dem Herrscher über Moraya, gewaltsam ihrer Familie entrissen. Zu allem Überfluss soll sie laut einer Prophezeiung eine Drachenreiterin sein und das Menschenvolk vor den dunklen Mächten retten.Doch was niemand weiß – sie selbst am allerwenigsten: Ihre Liebe zu Maél erweckt in ihr etwas zum Leben, was noch viel mächtiger ist als eine Drachenreiterin…

Meine Meinung

Ja ja, dank der lieben Nine, die mich dazu verdonnert hat, für die Hidden Challenge die Fantasybücher zu lesen, hat mich dieses Fieber wieder gepackt.

Und dank Christinas Welt der Drachen habe ich mich besonders wohl gefühlt. Ich bin regelrecht mit Elea durch ihre Geschichte von Seite zu Seite geflogen. Ich habe mit ihr ein temporeiches und wunderschönes Fantasy Abenteuer erlebt.

Christinas Schreibstil ist flüssig und sehr bildlich. Mein Kopf hat mir wunderbare Bilder gezaubert. Und ich bereue keine Minute dieses Abenteuer gelesen zu haben.

Aber was ist der Reiz an der Geschichte? Besonders gut gefiel mir, wie Christina eine Fantasiewelt erschaffen hat, wo es um Drachen, Krieger und die Liebe geht.

Liebe Christina, selbst meinen Mann hat es gepackt und jetzt liest er es, und auch er erlebt eine wunderbare Reise mit Elea und Maèl.

⭐⭐⭐⭐⭐

Eure Carmi

Clare Bowen – Black Roses

Jedes Mal bekomme ich bei diesem Lied Gänsehaut …

Eure Carmi

Interview mit Thordis Hoyos

Name: Thordis Corien Hoyos
Wohnort: Steiermark/Österreich
Geburtsjahr: 1980
Hauptberuflich: Ponyhof
Hobbies: Ponys und Bücher
Deine Werke: „Stonebound 1: An die Sonne gebunden“, „Stonebound 2: Vom Wasser gefesselt“, „Stonebound 3: Dem Blut verpflichtet“

Reihe(2)_preview.jpeg

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Durch meine jüngere Schwester Anna. Sie hat darauf gedrängt, ein Buch zu schreiben, das auch veröffentlicht werden sollte.
Als Kind und Jugendliche habe ich zwar auch geschrieben, aber diese Werke waren rein für den privaten Konsum gedacht. Drei Geschichten sind zu kleinen Büchern für Familie und Freunde geworden: eine Horrorstory über die Gefangenschaft in der Unterwelt, eine Liebesgeschichte über den ersten großen Schwarm und eine Urban Fantasy-Geschichte, die man heute dem Sektor Young Adult zuordnen würde. Darin ging es um eine Clique, die im Wald eine unsichtbare Mauer findet, hinter der sich eine mittelalterliche Welt versteckt.

Was brauchst du zum Schreiben? Mal abgesehen von einem anständigen Schreibprogramm.

Zeit und einen freien Kopf, damit ich voll und ganz in die Geschichte eintauchen kann. Sonst eigentlich nichts, wobei ein Internetzugang natürlich praktisch ist. Aber Ruhe oder dergleichen ist nicht nötig. Ich kann alles um mich rum gut ausblenden. Manchmal schreibe ich sogar lieber unter Leuten. Vermutlich fokussiere ich dann besser.

Woher nimmst du die Ideen für deine Bücher?

Die Ideen kommen hauptsächlich, wenn ich mich bewusst mit der Geschichte befasse. Ich muss mich irgendwie eindenken, das Universum wechseln sozusagen. Realität aus, Fantasie an.

Wie lange schreibst du, bis eine Geschichte fertig ist und du zufrieden bist?

Pauschal ist das schwierig zu beantworten. In der Regel benötige ich für 20 Seiten in etwa eine Woche. Wenn ich viel zu tun habe, brauche ich länger. Im Urlaub schaffe ich schon mal das Dreifache. Aber für knapp 600 Seiten habe ich von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung bisher je an die eineinhalb Jahre benötigt.

SchnipselEinleitendesGedicht_preview.jpeg

Welche Tipps würdest du jungen Autoren mit auf den Weg geben?

Da es nicht den einen Weg gibt, würde ich sagen, einfach mutig sein und ausprobieren. Im Laufe des SP-Prozesses habe ich ein bisschen rausfinden müssen, was mir liegt und was nicht. Das kann mitunter doch eine recht individuelle Angelegenheit sein, denke ich. Aber wenn eine Leidenschaft in einem brennt, kommt sie auf dem einen oder anderen Weg sowieso raus. Also: Nicht immer alles todernst nehmen, Spaß haben und sich zwischendurch daran erinnern, weshalb man begonnen hat.

Gibt es etwas, das dich an dir selbst stört?

Klar, einiges. Aber mit der Zeit lernt man, sich zu akzeptieren. Mit all seinen Stärken und Schwächen.

Wie stark hat sich dein Leben verändert seit du schreibst?

Vor allem verbringe ich wesentlich mehr Zeit vor dem Computer als früher. Und ich habe wahnsinnig viele nette Menschen kennengelernt. Leser, Blogger, Autoren.

Liest du selbst? Hast du ein Favouritebook und warum?

Ich lese sehr gerne, ja. Immer schon. Seit der Kindheit bin ich bekennende Leseratte.
Bücher, die ich liebe, gibt es massenhaft. Aber es gibt nur ein Buch, das ich öfter als einmal gelesen habe: „Die Anleitung zum Unglücklich sein“ von Paul Watzlawick. Das Buch ist herrlich!
Wobei … die Bibel habe ich auch mehrmals gelesen. Würde ich allerdings nicht als eines meiner Lieblingsbücher bezeichnen – ist aber schon echt abgefahren.

SchnipselProlog_preview.jpeg

Wie geht es weiter? Was erwartet uns von dir?

Erstmal möchte ich mit „Stonebound 3: Dem Blut verpflichtet“ meine New Adult Fantasy-Reihe abschließen. Danach würde ich gerne mal etwas ohne Fantasy-Elemente wagen. Mehr in Richtung Familiensaga – Geheimnisse, Intrigen, Liebe über Generationen hinweg.

Weißt du schon vorher, wie deine Geschichte endet?

Das Ende kenne ich, ja. Aber sonst fällt mir das Schreiben mit Struktur eher schwer. Wenn ich den Plot plane, kann ich zwar einzelne Stationen einhalten, aber die Wege dorthin ändern sich häufig.

Ich würde gern ein kleines Spiel mit dir machen. Ich nenne dir einen Begriff und du antwortest mit dem erstbesten was dir dein Bauchgefühl sagt darauf.

Farbe: Grün
Tier: Pferd
Land: Dänemark
Charaktereigenschaft: freundlich
Berühmte Persönlichkeit: Einstein
Zitat:
„Ich kann nicht leben ohne mein Leben. Ich kann nicht leben ohne meine Seele!“
(Emily Brontë: Sturmhöhe.)