Das erste Mal

„Knuff“, brüllte eine mir sehr vertraute Stimme durchs Haus. Es war so ungewohnt wieder hier zu sein. Seid ich aus Boise weg war, zurück nach Nashville, fragte ich mich aller paar Minuten, wie es wohl sein würde.

3 Jahre war ich weg. Allein. In einem anderen Bundesstaat. Meine Schwester fand es nicht gut. Zu ihrer Hochzeit mit Zac hatten wir uns das letzte Mal gesehen. Also, so richtig, meine ich. Klar, wir hatten telefoniert und geskypt. Ich hatte sogar die Zwillinge gesehen per Videochat. Aber ihr jetzt gleich gegenüber stehen, fühlte sich komisch an. Wir hatten uns verändert, ein Stück weit voneinander entfernt. Würden wir uns noch genauso ansehen wie früher? Ich war mir nicht sicher.

Noch am selben Abend ihrer Hochzeit haute ich ab, sie hatte bitterlich geweint, mich verflucht. Dennoch musste ich gehen und sie verstand es auch mit der Zeit.

„Deacon!“, schallte mein Name durch den unteren Flur. Sie suchte mich, aber ich blieb stumm in meinem alten Zimmer auf meinem alten Bett sitzen. Mom hatte alles so gelassen, nichts verändert. Ihre Hoffnung blieb bestehen, das ich eines Tages doch zurückkommen würde.

Ehrlich, ich liebte Nashville. Es war meine Heimat, aber mein Zuhause war nicht mehr hier, sondern in Boise. Ich war nur zu Besuch hier. Meine Eltern feierten ihren Hochzeitstag – 25 Jahre. Wie hieß das? Silberne Hochzeit? Egal.

„Herrgott, Deac! Ich weiß, dass du da bist. Deine Arroganz riecht man im ganzen Haus.“ Schmunzelnd schüttelte ich den Kopf. Ganz so arrogant wie vor ein paar Jahren war ich heute nicht mehr.

Ein kleiner Lockenkopf erschien in der Tür und blickte mich mit den grünen Augen ihrer Mom an. „Knuff“, kam es von Vanessa leise. Sie war der ruhige Teil von den Zwillingen und wir fragten uns alle, von wem sie das nur hatte. Ihre Eltern waren beide wild und temperamentvoll, genauso wie ihr Bruder Steve, der eindeutig nach seinem Dad kam.

Ich breitete meine Arme aus und sie kam angerannt. Es erinnerte mich so sehr an April. Sie kam früher auch immer angelaufen sobald ich nur die Arme ausbreitete. Ich schloss sie fest in eine Umarmung, das erste Mal seid die beiden auf der Welt waren. Der Geruch von Unschuld, Lebensfreude und Neugier stieg mir in die Nase, gemischt mit Kokos, welches eindeutig das Shampoo meiner Schwester war. Vanessa kannte mich nur vom Videochat, aber ihre innige Umarmung zeugte von bedingungsloser Liebe. Es tat unglaublich gut.

„Erwischt“, erklang Aprils Stimme und ich sah auf. Erst dann bemerkte ich, das ich meine Augen geschlossen hatte, um es vollends auszukosten.

 

 

©J.M.Ash

Deacon

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Viele nennen mich Rockstar … Berühmtheit … Star im Allgemeinen. Ich sehe das nicht ganz so wie die anderen, aber okay: Lassen wir sie einfach mal in ihrem Glauben. Das einzige, das ich mache, ist: Musik. Ich schreibe ein paar Songs selbst, cover große Hits und stehe gelegentlich auf einer Bühne, fertig! Aber sich deshalb gleich Rockstar nennen, ist etwas übertrieben. Reich bin ich noch nicht geworden, meinen Lebensunterhalt kann ich bestreiten und manchmal auch auf die Kacke hauen, wenn ich den ein oder anderen Gig mehr hatte. Ich verfolge auch keinen bestimmten Stil, ich mache einfach Musik. Fast könnte man sagen, ich hätte es mit der Muttermilch aufgesaugt. Meine ganze Familie ist musikalisch veranlagt. Und ab und an machen wir zusammen Musik. So viel zu mir und meinem Leben. Reicht auch. Alles weitere erfahrt ihr in nächster Zeit. Dank April darf ich hier auf ihrer Seite ein bisschen von mir erzählen. Die Frau hat es ja eh mit Musik. Noch dazu ist sie meine Schwester. Aber das ist ein anderes Thema.

 

 

 

 

©J.M.Ash

A Day in the Wild West

Ursprünglich sollte es nach Tennessee gehen, doch das Navi hat versagt, uns auf eine falsche Fährte gelockt und plötzlich standen wir in Texas … naja … nicht ganz – es war der Harz. Western, Cowboys, Indianer – und alles direkt vor unserer Nase. Ein Erlebnis, das die Kids zum Strahlen brachte und unsere kleinen Cowgirl-Herzen höher schlagen ließ.

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Zu Beginn gab es einen Snack in einer Bar – Chicken Wings und Chili. Nur eine kleine Wegzerrung, damit wir die ersten Schritte machen konnten. Danach stürzten wir uns ins Getümmel, liefen dem ein oder anderen sweeten Cowboy über den Weg, bei dem sich herausstellte: Er war einer der Bösen Jungs – was soll’s, Bad Boys are nice.
Die Tour begann mit dem Erwerb des standesgemäßen Cowboyhuts, welcher nicht mehr vom Kopf genommen wurde.

 

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Weiter ging es zu dem geschichtlichen Teil. Kleine Museen in denen wir erfuhren, wie das Leben im frühesten Wilden Westen vonstatten ging. Die Kids haben nach Gold gesucht, sich die Finger im eisigen Fluss erfroren und bei jedem noch so kleinem Steinchen gejubelt.

 

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Verliebt in die Pferde standen wir bei den Ställen und konnten einfach nicht aufhören sie zu streicheln. Ob kleine süße Ponys, oder große atemberaubende Hengste und Stuten. Die Kids haben ihr Bestes beim Dosenschießen gegeben und schon in der zweiten Runde alle vom Zaun geschossen. Wir wissen nun, das unsere kleinen Männer durchaus einen Banditen vertreiben können.

 

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Am späten Nachmittag wurde dann schon ein Kopfgeld auf uns ausgesetzt, weswegen wir zu den Indianern geflohen sind und uns in ihren Tipis versteckten.

 

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Nachdem der Sheriff das Interesse an uns verloren hat, weil in der Mainstreet eine Bison- und Longhorn Herde unterwegs war, trauten wir uns auch, unseren Weg fortzusetzen.

 

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Revolverhelden kreuzten diesen, duellierten sich in einem Kampf auf Leben und Tod, sodass am Ende die Totengräber kamen und den Weg freiräumten.

 

 

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Am Abend kehrten wir in den Saloon ein, aßen die Karte rauf und runter, gönnten uns einen guten Whiskey und hörten der Live-Band zu.

 

Eure Nine&Carmi

Buch feat. Musik

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