Interview mit Sandra Florean

Name: Sandra Florean
Wohnort: Kiel
Geburtsjahr: 1974
Hauptberuflich: Angestellte in der Verwaltung
Hobbies: Lesen, Schreiben, Nähen, Kostümieren, Geschichte, Serien
Deine Werke:
Im Bookshouse Verlag:
Mächtiges Blut – Nachtahn 1 (April 2014)
Bluterben – Nachtahn 2 (Oktober 2014)
Gefährliche Sehnsucht – Nachtahn 3 (April 2015)
Blutsühne – Nachtahn 4 (Dezember 2015)
Schattenrot (Mai 2016)

Im Drachenmond Verlag:
Die Seelenspringerin – Abgründe (September 2016)
Die Seelenspringerin – Machtspiele (Mai 2017)

Im Talawah Verlag:
The U-Files – Die Einhorn Akten, Herausgeberschaft (April 2017)
Das Erbe des Hüters (Juni 2017)

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Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Einen richtigen Weg gab es da nicht. Ich hab als Jugendliche schon viel geschrieben, allerdings selten etwas fertig bekommen, und irgendwann juckte es mich wieder in den Fingern. Recht schnell hatte ich eine Idee und legte los. Heraus kam eine fürchterlich schwulstige Geschichte. Aber danach entstand dann mit der Figur des Dorian die „Nachtahn“-Reihe, die auch sofort einen Verlagsvertrag an Land zog.

Was brauchst du zum Schreiben? Mal abgesehen von einem anständigen Schreibprogramm.
Ruhe. Viele Autoren können in einem Café oder anderen öffentlichen Räumen schreiben. Ich bin lieber für mich in meinem stillen Kämmerlein.

Woher nimmst du die Ideen für deine Bücher?
Von überall her: eigene Erlebnisse, Geschichten von Freunden, Nachrichten, Serien, Filme, Dokus …

Wie lange schreibst du, bis eine Geschichte fertig ist und du zufrieden bist?
Das ist schwer zu sagen, weil es meist ein zeitlich unterbrochener Prozess ist. Ich würde mal sagen, bummelig ein halbes Jahr

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Welche Tipps würdest du jungen Autoren mit auf den Weg geben?
Schreiben, schreiben, schreiben und lesen, lesen, lesen. Das eine geht nicht ohne das andere. Und: Ratschläge annehmen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, sagte meine Mama immer. Auch wenn man überzeugt von seiner Geschichte ist (und es auch sein soll!), sollte man offen sein für Verbesserungsvorschläge und zumindest die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass das Gegenüber recht haben könnte …

Gibt es etwas, das dich an dir selbst stört?
Meine Ungeduld und Kontrollsucht. Beides macht mir manchmal das Leben schwer.

Wie stark hat sich dein Leben verändert, seit du schreibst?
Extrem. Eine Zeit lang drehte sich alles nur noch darum. Das hat meine Umgebung ziemlich genervt. Aber auch wenn ich mich mittlerweile vielen anderen Dingen widme, bleiben das Schreiben und Bücher an sich ein zentrales Thema in meinem Alltag.

Liest du selbst? Hast du ein Favouritebook und warum?
Ja klar lese ich! Jede Geschichte bringt mich auch als Schriftstellerin weiter. Favoriten habe ich nicht wirklich. Die Bücher von Anne Rice haben allerdings immer einen besonderen Platz in meinem Regal.

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Wie geht es weiter? Was erwartet uns von dir?
Noch wird es eine Weile ruhig bleiben, damit ich nach einem anstrengenden Jahr 2017 wieder zu Kräften kommen kann. Aber für 2018 steht als erstes „Deadmoon“ an, ein abenteuerlich-witziger Vampirroman, den ich im Selbstverlag herausbringen werde. Dann steht „Die Seelenspringerin – Maskerade“ bereits in den Startlöchern. Und etwa zum Sommer hin kommt eine weitere Veröffentlichung in Eigenregie: „Moonchild – Wiege der Dunkelheit“, mein vorerst letzter Vampirroman um einen geborenen Vampir. Außerdem habe ich gerade die Zusage erhalten, dass meine Kurzgeschichte „Der menschliche Defekt“ in der Climate Fiction Anthologie „Der Schnee von morgen“ erscheinen wird, was mich riesig freut.

Weißt du schon vorher, wie deine Geschichte endet?
Ja, klar. Da ich wenig Zeit habe und mich beim Schreiben nicht verzetteln will, entwerfe ich immer einen recht detaillierten Szenenplan (Plot) meiner Geschichten.

Ich würde gern ein kleines Spiel mit dir machen. Ich nenne dir einen Begriff und du antwortest mit dem erstbesten was dir dein Bauchgefühl sagt darauf.

Farbe: rot
Tier: Katze
Land: Bella Italia
Charaktereigenschaft: ungeduldig
Berühmte Persönlichkeit: Heath Ledger (fragt mich nicht, warum ich gerade an den denken musste!)
Zitat: „Wenn man nicht weiß, wohin man will, muss man sich nicht wundern, wenn man woanders ankommt“ Mark Twain.

Interview mit Alexandra Fuchs

Name: Alexandra Fuchs

Wohnort: in einem kleinen Ort in der Nähe von Stuttgart

Geburtsdatum: 25 Jahre 

Hauptberuflich: Lektorin und habe somit mein Hobby zum Beruf gemacht 😊

Werke: Bisher habe ich 3 Bücher veröffentlicht (Häkelenten tanzen nicht, Straßensymphonie und Sturmmelodie), sowie einige Kurzgeschichten in Anthologien und eine Novelle (Lügen haben blaue Augen).

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Eine Lektorin also? Faszinierend, wie viele Lektoren zum Autor werden. 😊 Gab es einen bestimmten Auslöser, dass du den Schritt gegangen bist?

Zur Lektorin oder zurAutorin?

Zur Autorin.

Ich bin eher durch Zufall Lektorin geworden 😀 Geschrieben habe ich schon immer gern. In der neunten oder zehnten Klasse hat mich dann ein Lehrer überredet in seine AG Kreatives Schreiben zu kommen. Eine der dort entstandenen Kurzgeschichten hat es in eine kleine, vom Land Baden Württemberg gesponserte Anthologie geschafft .. danach bin ich nicht mehr weggekommen davon, dass ich gerne Autorin sein wollte. Um den Dreh habe ich auch Jennifer Wolf kennen gelernt, deren Werke ich von der ersten Stunde Beta gelesen habe. Irgendwann wurde aus Betalesen für Freunde lektorieren und während des Studiums habe ich mir so dann Geld dazu verdient und bin dabei hängen geblieben 😀

Hängen geblieben klingt gut. 😂 Wie meisterst du den Spagat zwischen Lektorin und Autorin? Kommt man da nicht durcheinander?

Nein, eigentlich nicht. Zumindest ist es mir noch nie passiert. Der Stil der Werke, die ich lektoriere unterscheidet sich meist stark von meinem (was auch gut so ist :D) und deswegen finde ich da relativ schnell wieder in mein eigenes Projekt. Jedoch ist es natürlich eine Zeit Frage. Ein Acht-Stunden-Job jeden Tag, plus das Schreiben, der Hund und noch diverse Hobbys unter einen Hut zu bringen ist wirklich nicht einfach 😀 Für mich jedenfalls nicht.

Woher nimmst du deine Inspirationen?

Das ist ganz unterschiedlich. Meist sind es kleine Begegnungen mit Menschen, die ich auf irgendeine Art und Weise interessant finde. Dann überlege ich mir dazu eine kleine Geschichte. Wieso zum Beispiel jemand einen dicken Wintermantel an hat, obwohl es Badeseewetter hat … Manchmal inspiriert mich aber auch eine Liedzeile, oder ein Satz aus einem Film. Dann frage ich mich wieso jemand das gesagt oder gedacht haben könnte und eine Geschichte entsteht 🙂.

Bist du der Typ, der seine Ideen nur im Kopf hat oder notierst du sie dir auf kleine Zettelchen, um später daran arbeiten zu können?

Kopfmensch – zum Leidwesen von anderen und mir selbst 😀

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Wenn ein Leser auf dich aufmerksam wird, wie würdest du deine Bücher beschreiben, damit er Feuer und Flamme dafür ist?

Hui, das ist schwierig… alle Bücher sind so unterschiedlich und lassen sich auch verschiedenen Genre zuordnen. Aber was mir immer wichtig ist, egal welche Art von Buch ich schreibe und um was es geht. Ernste Themen müssen mit einer Portion Humor behandelt werden. Der Spaß darf nicht fehlen, sonst verliert das Leben für mich an Glanz 🙂

Bedeutet also, das ernste Themen in ein Buch gehören und nicht alles nur aus Fiktion bestehen sollte?

Natürlich. Egal wie viel Fiktion enthalten ist, man behandelt doch irgendwie immer ein Thema, das einem wichtig ist und das sich mit realen Gesichtspunkten beschäftigt. Auch Satirische Werke weißen meist in ihrem Stil auf ernste Themen hin, über die man sich mal Gedanken machen sollte 🙂 Dafür sind Bücher doch auch da. Natürlich sie unterhalten uns, aber sollten sie uns nicht auch auf einer intellektuellen Ebene fordern und zum nachdenken bringen? Selbst wenn einen das Thema selbst nicht tangiert, ist es für einen anderen vielleicht wichtig.

Stimme ich dir zu. Ich persönlich lese eben genau solche Geschichten am liebsten. 😊Was würdest du jungen Autoren mit auf den Weg geben?

Einfach dran bleiben! Immer weiter machen, egal wie seltsam und schlecht einem alles vorkommt. Und sich nicht von dem Erfolg anderer einschüchtern lassen. Man braucht manchmal einfach auch ein Quäntchen Glück, egal wie gut man ist. Wenn man keine Leute auf sich aufmerksam machen kann, kann man zwar den nächsten Harry Potter geschrieben haben, trotzdem liest ihn keiner, weil ihn niemand kennt 😀

Was verstehst du unter Aufmerksamkeit erregen? In letzter Zeit sehe ich viele Autoren, die, so empfinde ich es, beinahe schon penetrant sind. 🙈
Haha 😀 Ja, das ist wirklich schwierig. Ein schmaler Grad. Aber Facebook zwingt einen ja fast dazu, dadurch dass es die Reichweite so sehr einschränkt, dass man fast penetrant sein muss damit wenigstens ein paar Menschen die Beiträge sehen. Im Moment ist es wirklich schwierig. Ich habe dafür auch noch keinen perfekten Weg gefunden, aber ich denke man muss immer tun, was man für richtig hält. Zum Beispiel bin ich zu Instagram übergewechselt. Ich liebe die Bilder und habe nicht das Gefühl, dass ich dort nach Aufmerksamkeit haschen muss 🙂 Aber es ist wirklich schwierig. Auch, weil es eben eine unerschöpfliche Menge an Autoren, Bloggern und Büchermenschen gibt, deren Beiträge einen dann beinahe überschwemmen.
Und hab ich schon erwähnt, dass es wirklich schwierig ist 😀 Haha.
Das es schwierig ist, sehe ich. Selbst wir Blogger haben oft Reichweitenprobleme. 😊Bist du dieses Jahr bei Messen anwesend?
Ja, das bleibt leider niemandem erspart. Ich finde es schade.
Ja, ich werde auf jeden Fall im März auf der LBM sein und die FBM im Oktober ist eigentlich auch Pflichtprogram, jedoch kann ich das noch nicht mit Sicherheit sagen.
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Dann werden wir dir einen Besuch abstatten in Leipzig 😉 Gibt es etwas, dass du an dir selbst nicht ausstehen kannst?

Oh, da freue ich mich ^-^ Manchmal bin ich sehr inkonsequent. Zum Beispiel beim Aufstehen, ich komme sehr schwer aus dem Bett morgens und bin dann auch seeeehr seeeeeehr schlechter Laune 😀 Und manchmal sehe ich alles zu schwarz, obwohl etwas aufregendes vor mir liegt 😀

Dann sind wir uns sehr ähnlich, vor allem was das morgens aufstehen angeht. 😉

Haha 😀 Ja, das ist sicher nicht nur mir vorbehalten. Aber manchmal nervt es total. Ich wäre viel lieber ein Frühaufsteher.

Ich nicht unbedingt, aber dafür wäre ich gerne abends genauso müde, wie am Morgen 😂

Was erwartet uns von dir in diesem Jahr? Wie geht es weiter?

Im Moment schreibe ich an einem Young Adult Roman, der allerdings noch kein Zuhause gefunden hat. Mal sehen, was daraus wird. Außerdem hoffe ich meinen nächsten Fantasyroman veröffentlichen zu können, der im Drachenmondverlag erscheinen wird 🙂 Konkrete News gibt’s aber noch nicht.
Zum Schluss würde ich gern ein kleines Spiel mit dir machen. Ich nenne dir einen Begriff und du antwortest mit dem erstbesten was dir dazu einfällt.
Alles klar 🙂
Farbe? Gelb
Tier? Hund
Land? England
Charaktereigenschaft? humorvoll
Berühmte Persönlichkeit? Emma Watson
Zitat? If you can dream it, you can do it – Walt Disney

 

Vielen Dank für deine Zeit und das nette Gespräch. Es hat mich gefreut, dich kennenzulernen. 😊

Gerne 🙂 Hat Spaß gemacht!

Interview mit Pea Jung

     Name: Pea Jung

     Wohnort: Peiting

     Geburtsjahr: 1977

     Hauptberuflich: Diplom-Sozialpädagogin (FH)

     Hobbies: Zeichnen, Kino, Wandern.

     Deine Werke:     Die falsche Hostess

            Die Wunschblase

            Die Putzstelle

            Die echte Hostess

            Superheld fürs Leben gesucht

            Clara: Die geheime Gabe

            Clara: Die Rückkehr

            Clara: Finstere Vergangenheit

            Clara: Sturm auf Zeit

            Xmas Wars: Verrückt nach Han

            Sand in den Haaren

            HIT the BOSS: The H(e)artbreaker           

            Wendelin und das Blatt (ein interaktives Kinderbuch)

            3Hearts2gether: Buchreihe exklusiv für readfy zusammen mit Tanja Neise und Sina Müller (bisher sind drei von zehn geplanten Folgen erschienen)

»Hören Sie, ich habe

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Der Spaß am kreativen Tun war mir wohl schon in die Wiege gelegt. In der Kindheit habe ich mit meiner besten Freundin sehr viel gemalt, gebastelt, Comics gezeichnet, Filme gedreht und eben auch geschrieben. Wir haben damals mit gruseligen Kurzgeschichten angefangen und später gestalteten wir auch eine Zeitung für unsere Freunde. Man kann also sagen, dass ich schon immer gerne Dinge produziert habe. Mit Anfang Zwanzig hatte ich dann die Idee zu meiner Clara-Reihe. Ich habe damals auch angefangen, ein paar Kapitel zu schreiben, die dann aber jahrelang von einem PC zum anderen wanderten. Als mein Mann den alten PC endgültig verschrotten wollte, kamen die Kapitel wieder zum Vorschein. Ich habe sie gelesen und mich packte die Schreibwut. Ich schrieb und schrieb und schrieb. Innerhalb weniger Monate entstanden mehrere Bücher. Seitdem habe ich nicht mehr aufgehört mit dem Geschichten schreiben.

Was brauchst du zum Schreiben? Mal abgesehen von einem anständigen Schreibprogramm.

Häufig brauche ich Musik dazu. Ansonsten kann ich immer und überall schreiben. Zeit brauche ich auch. Wenn ich das Gefühl habe, ich muss in zehn Minuten sowieso schon wieder weg, dann kann ich mich nicht richtig darauf einlassen.

Woher nimmst du die Ideen für deine Bücher?

Ich muss nicht nach ihnen suchen. Sie finden mich. Das war schon immer so. Schon als Kind habe ich mir ständig Geschichten ausgedacht. Die Inspiration kann ein Bild, ein Musikstück, ein Erlebnis, eine Erinnerung, eine Nachricht … eigentlich alles Mögliche sein. Die Idee entsteht wie von selbst und entwickelt sich ungefragt in meinem Kopf. Wenn sie mich nicht mehr loslässt, dann entstehen Bilder dazu und Dialoge und schon will der Roman geschrieben werden.

Wie lange schreibst du, bis eine Geschichte fertig ist und du zufrieden bist?

Das ist sehr unterschiedlich. Ich habe verschiedene Phasen. Manchmal kann ich einen Roman in ein paar Wochen raushauen und dann ist der natürlich auch schneller veröffentlicht. An anderen Geschichten sitze ich Monate oder Jahre. Zufrieden bin ich, wenn ich mit den Anmerkungen meiner Testleser und Lektorin etwas anfangen kann und ich diese dann so einbaue, dass ich das Gefühl habe, es passt.

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Welche Tipps würdest du jungen Autoren mit auf den Weg geben?

Niemals aufgeben, niemals kapitulieren (Zitat aus Galaxy Quest).

Lese viel, schreibe viel und versuche die ganzen Selbstzweifel zu vergessen, komm aus deinem Schneckenhaus und trage das, was du tust, nach Außen.

Gibt es etwas, das dich an dir selbst stört?

Ja natürlich. Ich glaube, da findet jeder etwas. Wenn ich monatelang wunderbar abgenommen habe und fleißig Sport mache, ärgert es mich total, wenn ich dann alle Essgewohnheiten über Bord werfe und in alte Verhaltensmuster zurückfalle.

Im Grunde bin ich aber ein sehr zufriedener Mensch. Ich kann sagen, dass ich glücklich bin.

Wie stark hat sich dein Leben verändert, seid du schreibst?

Ich hätte nie gedacht, dass sich mein Leben durch die erste Buchveröffentlichung so stark ändern würde. Plötzlich auf Buchmessen gehen, Interviews geben, im Fernsehen sein … puh … das war schon alles viel und doch so fantastisch zugleich.

Verändert hat sich für mich auch, dass ich mit meiner Schriftstellerei die gröbsten emotionalen Achterbahnfahrten meines Lebens erlebt habe. So viele  Hochs und Tiefs habe ich sonst nicht, da ich eher der ausgeglichene Typ bin. Dennoch genieße ich jeden Moment und würde nicht wieder umkehren wollen.

Liest du selbst? Hast du ein Favouritebook und warum?

Ich lese natürlich auch viel, teilweise auch für Kollegen als Testleser. Dabei gibt es aber auch immer wieder Phasen, in denen ich ein Buch nach dem anderen verschlinge und dann wieder Wochen, in denen ich gar nicht lese. Stolz und Vorurteil ist eines meiner Lieblingsbücher, weil ich finde, dass man es immer wieder lesen kann. Zeitgenössisch lese ich sehr gerne die Bücher von Sophie Kinsella. Die kaufe ich blind, ohne zu wissen, worum es da geht. Sophie schreibt so locker flockig, da gibt es immer etwas zu Lachen.

Wie geht es weiter? Was erwartet uns von dir?

Momentan plane ich fleißig meine Neuerscheinung, die am 1.3. auf den Markt kommen wird. Wünsch dir was, Lola! wird eine magische Liebesgeschichte mit witzigen und spannenden Elementen.

Weißt du schon vorher, wie deine Geschichte endet?

Nicht direkt. Ich weiß zwar, dass es ein Happy End geben wird, aber wie genau das aussieht entsteht oft erst im Schreibprozess.

Ich würde gern ein kleines Spiel mit dir machen. Ich nenne dir einen Begriff und du antwortest mit dem erstbesten was dir dein Bauchgefühl sagt darauf.

 

Farbe: rot

Tier: Schmetterling

Land: Deutschland

Charaktereigenschaft: fröhlich

Berühmte Persönlichkeit: Marilyn Monroe

Zitat: Alle sagten, das geht nicht, bis einer kam, der wusste das nicht und hat es einfach gemacht.

Interview mit Sylvia Rieß

Name: Sylvia Rieß

Geburtsjahr: 1985

Wohnort: in der Nähe von Limburg an der Lahn

Hauptberuflich: Tierärztin

Hobbys: habe viel zu viele

Werke: Meine Sternenlied-Saga „Der Stern von Erui“ Heimkehr, Schattenkriege, Sternenstaub, in der Märchenspinnerei das erste Buch „Der Axolotlkönig“ und war mit-Autorin und Herausgeberin der anthologie „Es war einmal … ganz anders“

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Wie bist du dazu gekommen, zu Schreiben? Gab es irgendwann einen Auslöser oder hast du schon immer gerne geschrieben?

Ich habe schon immer gerne geschrieben. Und ich konnte es auch nicht abwarten, bis ich endlich zur Schule durfte, um es zu lernen. 😉

Worte waren also deine Leidenschaft?

Heute schon würde ich sagen. Ob ich da als Kind schon so drauf fixiert war, weiß ich nicht. Ich wollte einfach Geschichten hören, Geschichten erfinden. Mittlerweile kann mich einfach eine gut durchdachte Geschichte, bei der jedes Wort am richtigen Platz steht und somit eben auch Kontext zwischen den Zeilen schafft, aber wirklich begeistern.

Wenn du nicht schreibst, liest du dann? Welche Geschichten beeindrucken dich persönlich am meisten, wenn es um Bücher geht?

Ich lese derzeit nur noch selten. Außer die Bücher meiner Kolleginnen aus der Märchenspinnerei, die ich aber zum Teil auch einfach lektoriere, korrigiere oder setze. Bücher, die mich faszinieren müssen definitiv mehr haben, als ein glitzerndes Cover in Pastell. Meist sind sie komplex, oder behandeln abwegige Themen. Mainstream versuche ich zu vermeiden. Aber das ist wohl auch einfach so ein Spleen von mir. Ich suche mehr oder weniger immer nach den Schätzen, die kein anderer kennt. Eine weitere große Leidenschaft von mir ist allerdings klassische Literatur. Shakespeare, Goethe, Schiller. Ich liebe Dramen (also Theaterstücke) und analysiere für mein Leben gern die Figuren und das drumrum. In der meisten Unterhaltungsliteratur geben die Charaktere einfach gar nicht so viele Facetten her. Wenn ich allerdings zum Vergnügen lese, dann meist in meinem Lieblingsgenre Fantasy.
Klassische Literatur hört sich gut an. Welches Stück kannst du immer wieder lesen oder gar ansehen?
Ein Sommernachtstraum oder auch Macbeth. Den kann ich sogar in Teilen auswendig: „When shall we three meet again? In thunder lightning, or in rain? When the hurlyburly’s done. When the battle lost and won. When fair is foul and foul is fair, hover through the fog and filthy air.“ … ^^ Ach ja. Ich liebe es. 😉 Die Verfilmungen zu den Shakespeare-Originalen finde ich übrigens auch ziemlich großartig.
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Wo du gerade Verfilmungen erwähnst. Inzwischen gibt es wahnsinnig viele Filme zu Büchern. Wie stehst du dazu? Und bei welchen denkst du dir in deinem stillen Kämmerlein: Das war schlecht.
Nicht nur im stillen Kämmerlein. Eins meiner liebsten Bücher haben sie einfach kaputtverfilmt heul. „Die Nebel von Avalon“ eine großartige Erzählung, bei der Morgaine, die Schwester Artus, eben nicht die böse Hexe ist, sondern eine Priesterin der alten Kelten, wie sie in der Zeit vom christlichen Glauben abgelöst wurden. Dieses Buch ist nicht nur Fantay, sondern auch ein Stück Weltgeschichte … und was machen sie draus? Einen der miesesten Filme, die ich je gesehen habe. Man müsste mir schon Geld zahlen, um mir das Machwerk nochmal anzutun. … Sehr viel Geld.
Auch ansonsten sind viele Verfilmungen ja eher enttäuschend. Wenn ich zum Beispiel auch bei Harry Potter sehr gut mit den Einkürzungen leben konnte. Es war sinnvoll und hat die Geschichte entschlackt. Was beim Lesen Spaß macht, muss ja nicht zwangsläufig auch auf der Leinwand toll sein.
Stimme ich dir voll und ganz zu. Viele sind wirklich sehr enttäuschend. Wenn man eins deiner Bücher verfilmen wollen würde, welches sollte es sein?
Alle. Sind ja sehr unterschiedliche Zielgruppen. 😉 – Aber Spaß beiseite: Meine Trilogie „Der Stern von Erui“. Es ist mein Herzensprojekt, meine liebste Geschichte überhaupt und sie hat so viel Potential. Es gibt so viel Vorher, Nachher und drumrum. Auch als Serie würde sie sich gut eignen. Also wenn ein deutscher Produzent mal wirklich auf der Suche nach richtig guter Fantasy ist, so ala „Der Nebel“ „Stranger things“ „The OA“ und „GoT“ – ich gebe gerne später noch eine Kontakt-Email durch. 😉 Ich fürchte aber, die englische Übersetzung der Bücher ist fertig, bevor der deutsche Markt das Buch überhaupt bemerkt hat. 😉
Bedeutet das, du möchtest deine Trilogie ins Englische übersetzen?
Das bedeutet, die Hälfte von Band 1 „Heimkehr“ ist schon übersetzt 😉.
Wow, das hört sich super an. Viel Erfolg dabei, den englischen Markt damit auch zu erreichen.
Mal sehen, wie das wird. Als SPler traue ich mich das vermutlich nicht. Deswegen werde ich, sobald die Übersetzer Band eins fertig haben, da auch nach einem Agenten und einem Verlag suchen. Es macht auf jedenfall sehr viel Spaß, die Geschichte auf Englisch noch einmal zu lesen. Man nimmt sie dabei selbst ganz anders wahr.
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Wenn ein Leser, jemand wie ich zum Beispiel, der dich leider noch nicht kennt, sich für deine Bücher interessiert und wissen will, worum es geht, wie würdest du es kurz und knackig bewerben?
Ich glaube es war Neil Gaiman, der mal sagte, es gibt zwei Arten von Geschichten: Die, welche man in einem Satz zusammenfassen kann und jene, die sich mit allen Worten der Welt nicht beschreiben lassen. Der Stern gehört wohl zur letzteren Kategorie, aber ich versuche es mal: Ein faszinierend tiefgründiges Fantasy-Abenteuer, das von Freundschaft, Liebe, Heldenmut und alten Prophezeiungen handelt und die Leser dabei nicht nur mitnimmt in eine neue Welt, sondern auch zum Grund der eigenen Seele.
Wow, damit machst du mich definitiv neugierig und das, obwohl ich eigentlich gar nicht so sehr der Fantasy-Fan bin. 😉 Aber ich mag tiefgründige Geschichten.
Was würdest du jungen Autoren mit auf den Weg geben? Ratschläge, Tipps?
Das klingt, als wäre ich schon ein alter Hase, dabei würde ich das bei weitem nicht so sehen. Aber wenn ich Kollegen und Kolleginnen einen Tipp mitgeben möchte, dann den Tipp, den auch ich mir in einer Rede meines großen Vorbildes Neil Gaiman immer wieder gerne anhöre: „Enjoy yourself on the journey“ Also auf deutsch: Habt Spaß an dem, was ihr tut. Man weiß nie, ob das eigene Buch mal wirklich ein Bestseller wird. Wenn man das wüsste und Glück keine Rolle spielen würde, würden Verlage keine anderen Titel publizieren. 😉 Und ich weiß selbst, im Leben eines Autors sind die Höhenflüge und die Abstürze in den bitteren Selbstzweifel manchmal nur eine Zeile von einander entfernt. Aber am Ende jeden Tages sollte man an seinem kreativen Schaffen dann doch Freude gefunden haben. Sei es beim Schreiben selbst, oder auch durch die Kontakte, die Gespräche, die es einem bringt. 😀
Das klingt doch gut. Ich denke, genau das macht die Selfpublisher aus, denn sie können wirklich etwas sagen, aus dem einfachen Grund, weil sie im Prinzip „allein“ dastehen. Ohne Verlag, ohne alles. Und deshalb frage ich euch immer so gerne, was ihr mit auf dem Weg geben könnt. 😊
Was erwartet uns von dir? Wie geht es weiter?
Im Moment bin ich ein bisschen im Stress, weil mein ‚Hamster‘ in den letzten Zügen liegt und noch vor der LBM kommen soll.
Das fing mal als Kurzgeschichte an und ist nun ein 7 teiliges Abenteuer der etwas skurrilen Art geworden. 😉
Außerdem wird es eine weitere Trilogie in und um Erui geben. „Das Herz des blauen Drachen“. Das Cover von Alexander Kopainsky ist schon fertig, aber noch nicht enthüllt.
Ich werde dieses Jahr vermutlich sehr bald anfangen, dann mal einen festen Bloggerkreis für meine Bücher zu etablieren. Ähnlich wie Verlage Bloggerteams haben, machen viele SPler das ja nun auch und wer dann von denen Lust und Zeit hat, darf meine Neuerscheinungen vorablesen, Blicke auf noch geheime Cover werfen etc. 🙂 Aber dazu dann wohl bald mehr auf meiner Homepage.
Mit Bloggergruppen haben wir schon Erfahrungen gesammelt. Ein tolle Sache, wenn es richtig durchdacht ist.
Ja, wir haben in der Märchenspinnerei sehr gute Erfahrungen mit unserem ‚Feenteam‘ gemacht. 🙂
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Gibt es etwas, dass du an dir selbst nicht ausstehen kannst?
Frag mich lieber, was ich an mir selbst mag, dann sind wir schneller durch. 😉
Ich bin definitiv ein sehr selbstkritischer Mensch. Ungeduldig, aufbrausend, manchmal sehr impulsiv und wenig überlegt. Ich fange zu viel an, mache zu wenig fertig. … Lauter solche Dinge. Einer meiner Buchcharaktere war darum eigentlich mal auch aus dem Wunsch entstanden, ein Idol zu haben, dem ich nacheifern kann. Etwas, wie ich gerne wäre, aber nicht bin. 😉
Dann bist du eine typische Frau. 😂
In Zeiten der Genderequalnness eine gefährliche Aussage, aber anhand eindeutiger, anatomischer Attribute bin ich zu dem Schluss auch schon gekommen. 😉
Kommen wir zu einem kleinen Spiel. Ich nenne dir einen Begriff und du antwortest mit dem erstbesten was dir dazu einfällt.
Farbe? Weiß-Gold
Tier? Pferd
Land? Neuseeland
Charaktereigenschaft? Treue
Berühmte Persönlichkeit? Neil Gaiman
Zitat? I took the one less traveled by, and that made all the difference. (Aus „The road not taken“ von Robert Frost.)
Ich danke dir für deine Zeit und das nette Gespräch. Es hat mich gefreut, dich kennenzulernen.
Vielen Dank. Und ganz meinerseits.

Interview mit Sandra Pulletz

Name: Sandra Pulletz

Wohnort: Graz

Geburtsjahr: 1981

Hauptberuflich: Autorin

Hobbies: Lesen, Zeichnen, Malen

Deine Werke: Highschool Halloween 1+2, Walpurgisnacht – Das magische Mal, Alpensternküsse, Konfekt mit Zucker-Kuss, Tim rettet Weihnachten, Sallys Weihnachtswunsch, Weihnachten mit den Padderborns, Ein Ire zum Verlieben

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Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich habe immer schon sehr gerne geschrieben. Anfangs Tagebucheinträge und Briefe, später erste Kurzgeschichten und nochmal etwas später dann meinen ersten Roman.

Was brauchst du zum Schreiben? Mal abgesehen von einem anständigen Schreibprogramm.

Etwas zu trinken! Meist Kaffee oder Tee. Dazu Wasser. Und viel Ruhe 😀

Woher nimmst du die Ideen für deine Bücher?

Meist bekomme ich im Urlaub eine Idee für einen neuen Roman. Aber auch verschiedene Szenen aus dem echten Leben lassen eine Geschichte entstehen …

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Wie lange schreibst du, bis eine Geschichte fertig ist und du zufrieden bist?

Eine gute Frage. Meist schreibe ich die Rohfassung recht zügig, dann überarbeite ich nach einiger Zeit 1-2 mal selbst, der Text geht ins Lektorat, kommt wieder zu mir usw.

Welche Tipps würdest du jungen Autoren mit auf den Weg geben?

Nie aufgeben! An sich glauben! Und schreiben, schreiben, schreiben …

Gibt es etwas, das dich an dir selbst stört?

Puuuuh, ähhh … muss mal überlegen 😀 – Manchmal reagiere ich recht impulsiv hihi, da brauche ich dann etwas Zeit, um wieder runterzukommen. – Ach ja, und ich bin sehr sehr sehr nachtragend. 😉

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Wie stark hat sich dein Leben verändert, seid du schreibst?

Schwer zu sagen, da sich nicht nur die Umstände geändert haben, sondern ziemlich viel rundherum auch immer … Aber ich verbringe mehr Zeit mit dem Schreiben als vorher. Das Schöne ist: Ich kann mir die Zeit besser einteilen.

Liest du selbst? Hast du ein Favouritebook und warum?

Ja, ich versuche jeden Tag zu lesen. Am liebsten lese ich die Bücher von Kerstin Gier. Vor allem gefällt mir, dass sie einerseits für Erwachsene schreibt und andererseits für Jugendliche (ohne Pseudonym!).

Wie geht es weiter? Was erwartet uns von dir?

Am 17.01 erscheint mein neues Buch „Ein Ire zum Verlieben“ im Hawikify-Verlag! Mein erstes Verlagsbuch! Wahuuu!

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Weißt du schon vorher, wie deine Geschichte endet?

Ja, Anfang und Ende weiß ich immer. In der Mitte gibt es oft Überraschungen 😀

Ich würde gern ein kleines Spiel mit dir machen. Ich nenne dir einen Begriff und du antwortest mit dem erstbesten was dir dein Bauchgefühl sagt darauf.

Farbe – Lila

Tier – Delfin

Land – Irland

Charaktereigenschaft – hilfsbereit

Berühmte Persönlichkeit – Joanne K. Rowling

Zitat – Die ganze Welt ist ein Theater (W. Shakespeare)

Interview mit Kathrin Wandres

Name: Kathrin Wandres
Wohnort: Göppingen
Geburtsjahr: 1981
Hauptberuflich: Mama
Hobbies: lesen, schreiben, Filme/Serien, Musik, Klavierspielen, Waldspaziergänge
Deine Werke: Die In-Between-Trilogie (Band 1: Das Geheimnis der Königreiche, Band 2: Die Legende der Krähen, Band 3: Das Mädchen der Schatten)

Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Indem ich angefangen habe zu lesen. Ich habe nie gerne und auch nur wenig gelesen. Erst vor 5 Jahren kam mir das Buch „Die Tribute von Panem“ in die Finger und damit begann meine Leseleidenschaft. Ich verschlang alle Fantasy-Bücher. Irgendwann kamen mir auch mal schlechte Bücher in die Finger und ich dachte plötzlich: „Das könnte ich aber besser.“ Also habe ich angefangen zu schreiben.

Was brauchst du zum Schreiben? Mal abgesehen von einem anständigen Schreibprogramm.
Kaffee und Musik. Musik zum einen, um mich in die Stimmung zu versetzen, die ich gerade im Buch brauche, und zum anderen, um die Außenwelt abzuschalten.

Woher nimmst du die Ideen für deine Bücher?
Ich glaube, Ideen sammel ich irgendwie automatisch, durch den Alltag, Filme, Bücher – das regt zum Nach- und Weiterdenken an. Was mir viel wichtiger ist als Ideen, sind Stimmungen. Meistens habe ich zuerst eine Stimmung im Gefühl und die möchte ich dann transportieren. Die Stimmung ist bei mir das A und O. Wenn ich die habe, dann kommen die passenden Ideen dazu fast automatisch.

Wie lange schreibst du, bis eine Geschichte fertig ist und du zufrieden bist?
Da kann ich gar nichts pauschales sagen. Ich habe bisher 3 Bücher geschrieben und bei jedem war es anders. Das erste Buch hat vom ersten Satz bis zum letzten gute 1,5 Jahre gedauert (aber dazwischen lagen lange Schreibpausen durch Schwangerschaft und Umzug). Bei Buch Nummer 3 hat das Schreiben zwei Monate gedauert – von Mitte Oktober bis jetzt. Aber jetzt wird noch fleißig überarbeitet und lektoriert in den nächsten 1,5 Monaten.

Welche Tipps würdest du jungen Autoren mit auf den Weg geben?
Ich bin ja selber noch absolut neu dabei und weiß gar nicht, ob ich da Tipps geben kann. Ich habe in der Anfangszeit sehr viel auf Schreibblogs und im Internet gelesen. Und ich denke, der beste Tipp, den ich gelesen habe, war der: Schreib es zuende. So oft dachte ich beim ersten Buch, dass es niemals fertig wird und ich war kurz davor aufzugeben. Aber das war mein Ziel: es zuende zu schreiben. (Wäre es nicht fertig gewesen, hätte ich es niemals rechtzeitig beim Schreibwettbewerb einreichen können.)
Aber der beste Tipp an junge Autoren ist wahrscheinlich der: such dir Gleichgesinnte. Zum Glück ist das heutzutage via Facebook sehr einfach.

Gibt es etwas, das dich an dir selbst stört?
Mich stört an mir besonders, dass ich oft an mir selbst zweifel. Und das, was Keylah hat (nämlich dass sie furchtlos ist), das würde ich mir auch für mich wünschen, weil ich oft zu ängstlich bin und wünschte, ich würde mehr wagen.

Wie stark hat sich dein Leben verändert, seid du schreibst?
Komplett. Also seit ich schreibe, nicht. Aber seit ich mit In Between den 2. Platz beim Schreibwettbewerb gewonnen habe. Seitdem hat sich wirklich alles geändert. Vorher war schreiben nur ein kleines Hobby, das kaum Berechtigung hatte zu existieren – mit 3 Kindern fehlt eben oft die Zeit. Doch seit dem Wettbewerb ist schreiben so viel mehr geworden. Ich schreibe, wann immer ich kann und fülle damit jede freie Minute, die mir neben den Kindern bleibt. Auch habe ich tolle – großartige!!! – neue Freunde dazugewonnen, die ich niemals wieder missen möchte. Insgesamt liebe ich alles, was mit dem Schreiben zu tun hat. Es ist genau das, was ich machen will und ich hoffe, ich kann es noch lange weiter machen.

Liest du selbst? Hast du ein Favouritebook und warum?
Ich lese liebend gern und fast ausschließlich Fantasy. Mein erstes Buch war Tribute von Panem und das wird immer zu meinen Lieblingsbüchern gehören, weil damit alles anfing. Besonders herausragend fand ich „Ich fürchte mich nicht“ von Tahereh Mafi, weil sie eine ganz ungewöhnliche Art hat zu schreiben. Meine beiden Highlights in diesem Jahr waren „Der Mitreiser und die Überfliegerin“ von Mira Valentin und „Bloody Mary“ von Nadine Roth.

Wie geht es weiter? Was erwartet uns von dir?
Im Moment befinde ich mich in der Endphase des derzeitigen Projektes, das bald ins Lektorat gehen und am 01. März erscheinen wird. Das ist Band 3 der In-Between-Trilogie und zwar „In Between. Das Mädchen der Schatten (Band 3)“.
Auf das Projekt, was danach kommt, freue ich mich schon ganz extrem, aber das ist im Moment noch geheim. Aber es wird etwas ganz Besonderes! ❤

Weißt du schon vorher, wie deine Geschichte endet?
Ich weiß es in groben Zügen. Ich BRAUCHE ein Happy End. Wenn ich lese oder einen Film schaue, möchte ich auch ein Happy End sehen und wenn ich schreibe, brauche ich immer eins. Das heißt in etwa weiß ich das Ende: sie überlebt, sie kriegt den Typen, der Böse wird besiegt. So! Aber der Weg dorthin und die Art wie der Böse besiegt wird und wer dabei alles stirbt – das ist mir total schleierhaft. Und deswegen MUSS ich jedes Buch auch zuende schreiben, weil mich das selber brennend interessiert.

Ich würde gern ein kleines Spiel mit dir machen. Ich nenne dir einen Begriff und du antwortest mit dem erstbesten was dir dein Bauchgefühl sagt darauf.

Farbe: schwarz
Tier: Tiger
Land: Deutschland (ha, wie langweilig)
Charaktereigenschaft: rebellisch
Berühmte Persönlichkeit: Michael Jackson
Zitat: No Risk, no fun

Im Gespräch mit Mira Valentin

Als Zirkusdirektorin im Cosplay-Kostüm hat man dich auf der Frankfurter Buchmesse angetroffen. Schon der Anblick in diesem tollen Kostüm war ein Erlebnis, aber natürlich war das nicht genug. Du hast auch noch unerwartet den Kindle Storyteller Award gewonnen. Kannst du uns beschreiben, was in dir vorging, als dein Name fiel?

Als der Name fiel, habe ich bereits damit gerechnet, denn schon in der Laudatio davor hat man gemerkt, dass sie von meinem Buch „Der Mitreiser und die Überfliegerin“ handelt. Aber in all den Minuten, Stunden und Tagen davor hatte ich absolut nicht an einen Sieg geglaubt, denn ich war die unbekannteste aller nominierten Autoren und galt eher als Außenseiter. Von dem her war meine Freude so riesig, dass ich wie auf Wolken geflogen bin. Mein Gehirn war komplett vernebelt und ich weiß heute nicht mehr, was für Interviews ich anschließend gegeben habe und in welchen Sprachen 😀

 

Jetzt hast du es geschafft, mit dem Mitreiser und seiner Überfliegerin in den LAGO Verlag zu kommen. Wie fühlt sich das an?

Die Veröffentlichung des Titels als Taschenbuch bei LAGO war Teil des Storyteller-Gewinns. Es fühlt sich wundervoll an! Spätestens seit ich die riesengroße Vorschau im Katalog des Verlags gesehen habe, bin ich Feuer und Flamme. Zum ersten Mal wird nun eines meiner Bücher auch direkt an die Buchläden ausgeliefert und ich weiß jetzt schon, dass ich ab Januar jeden Laden danach durchsuchen werde!

 

Stell dir vor …
… du besuchst einen Zirkus und entdeckst den Aushang, der alles verändern würde: Mitreiser gesucht! Steigst du ein?

Ich habe solche Aushänge mein Leben lang immer mit einem Kribbeln im Bauch betrachtet. Es wäre ein riesengroßes Abenteuer, das ich nur zu gern wahrnehmen würde. Aber in meiner aktuellen Lebenssituation mit zwei Kindern und meinem Job als Autorin – wohl eher nicht.

 

… du hättest die Wahl, um welches Tier du dich kümmern darfst auf dieser Reise. Welches wählst du?

Auf jeden Fall um die Pferde. Da kenne ich mich aus, denn ich habe nebenberuflich sogar mal eine Ausbildung zur Reitlehrerin gemacht. Außerdem finde ich Pferde einfach faszinierend und wunderschön.

 

Was glaubst du, welches Seelentier du hast?

Dann wohl auch ein Pferd. Vielleicht sogar eines mit einem Horn auf der Stirn… 😉

 

Erzählst du uns, was dir auf deiner persönlichen Reise mit dem Mitreiser am besten gefallen hat?

Jetzt erwartet wahrscheinlich jeder, dass ich sage: Der Storyteller-Gewinn. Aber tatsächlich war es die Reaktion eines bestimmten Menschen, der mir sehr viel bedeutet, nach der Lektüre des Manuskripts.