Interview mit Katie Kling + Connor&Rachel

Wir hatten ein Date mit Katie, ihren Protagonisten Connor&Rachel, und haben sie ein bisschen über ihren Debüt-Roman ausgequetscht. Außerdem wollten wir die beiden Hauptcharaktere ihres Buchs genauer kennenlernen.

Zu Beginn wäre es lieb, wenn du uns eine kleine Vita von dir geben würdest. 

Also, Katie Kling ist ein Pseudonym, eine Abkürzung meines echten Namens, aber ungefähr seit der 7.Klasse werde ich tatsächlich Katie genannt, deswegen fühle ich mich damit sehr wohl. Ich bin 1989 geboren, im Sauerland aufgewachsen und wohne seit einem Jahr in Berlin. Ich arbeite hauptberuflich als Online Redakteurin, das heißt ich schreibe auch in meinem Job sehr viel. Mein erstes Buch „Barfuß durch die Nacht“ ist im März 2017 im Amrûn Verlag erschienen, der 2. Teil (von 2) folgt voraussichtlich im Februar 2018.

Solang soll ich auf den zweiten Teil warten? Du willst mich umbringen! Ganz Fies. Obwohl da bist du bestimmt bei der LBM 18?

Das höre ich häufiger tut mir leid. Ursprünglich waren 3 Teile geplant, es werden nun aber doch nur 2 (was ich gut finde, da ich die Geschichte nicht unnötig langziehen wollte) – daher hat die Überarbeitung von Teil 2 recht lange gedauert.
Ja ich gehe davon aus, dass ich auf der LBM 2018 sein werde, dieses Jahr war ich auch da.

Ach echt? Wir haben dich verpasst. Das bedeutet, wir brauchen ein Date für die kommende LBM.

Da ist mein Buch auch gerade erst erschienen und ich hatte noch nicht viele Kontakte zu Lesern oder Bloggern geknüpft, deswegen war alles etwas chaotisch bei mir. Aber auf nächstes Jahr freue ich mich sehr!

Ich denke, allmählich läuft es richtig rund bei dir, was die Kontakte und Feedbacks betrifft, oder?

Ja, ich bekomme sehr viel positives Feedback und habe viele tolle Leute kennengelernt, das macht echt Spaß.

Du hast auch wirklich ein tolles Buch geschrieben. Der Stripper und die graue Maus vom Arbeitsamt. Wie kommt man auf so eine Idee?

Danke für das Lob. Die Idee kam mir ungefähr 2014, als ich ganz zufällig im Fernsehen eine Reportage über männliche Stripper gesehen habe. Da hatte ich sofort Connors Charakter im Kopf – und Rachel als Gegensatz dazu passte dann perfekt.

Das sind wirklich zwei krasse Gegensätze, aber super ausgeschmückt.

Mir war wichtig, dass die beiden trotzdem nicht zu klischeehaft sind und ich hoffe/glaube, dass es mir gelungen ist.

Ganz ehrlich Connor ist Grrr …

Ist „grrr“ gut? Manchmal bin ich mir selbst nicht so sicher. Er hat so seine Höhen und Tiefen.

Ich glaube schon, dass du das gut gemeistert hast. Klischee sehe ich kaum darin. Denn wo gibt es denn solche Lovestorys großartig?

Ich denke sie meint mit „grr“ gut.

Haha ich glaube, bei Connor meint man oft „Eigentlich will ich dir in den Hintern treten, aber du bist doch so süß und sexy“

Niedlich würde ich noch sagen. Denn so ein bisschen ist er wie ein kleiner verspielter Junge.

Ja genau, das meinte ich mit süß.

Wie bist du zum Schreiben gekommen? Gab es irgendwann einen Punkt, wo du gesagt hast, ich will nicht nur im Job, sondern auch Romane schreiben?!

Ich hab tatsächlich Romane geschrieben, bevor ich im Job auch geschrieben habe
Meine ersten Geschichten habe ich schon in der Grundschule geschrieben, die wurden dann im Klassenzimmer aufgehangen oder ich durfte sie vorlesen. Und je älter ich wurde, desto länger wurden die Geschichten. Irgendwann als Teenager dachte ich, es wäre toll, mal ein Buch zu veröffentlichen und so 10 Jahre später hat das geklappt Es gab keine Situation, die das ausgelöst hat. Ich habe immer schon gerne gelesen und mir Geschichten ausgedacht.

Dann kann man tatsächlich gratulieren, das der Traum in Erfüllung ging.

Danke

Wie stark hat sich dein Leben bisher verändert, seitdem du unter die Autoren gegangen bist?

Das kann ich nur ganz schwer sagen, weil sich im letzten Jahr sowieso ganz viel für mich verändert hat. Ich hab mein Studium beendet, hab einen Job angefangen, bin nach Berlin gezogen etc.. Also sehr viel Neues auf einmal. Was sich verändert hat, ist so viele positive Rückmeldungen zu kriegen für eine Leidenschaft (das Schreiben), die ich bislang eher alleine und für mich ausgelebt habe. Und das ist sehr schön.

Da hattest du ja wirklich ein ganz schön aufregendes Jahr. Ich find ja, also das ist nur meine persönliche Meinung, die „kleinen“ Autoren, die sich ewig viel Zeit damit gelassen haben, irgendwas zu veröffentlichen, aus welchem Grund auch immer, haben die tollsten Geschichten. Zumindest habe ich das jetzt schon häufig erlebt. Ich meine, du schreibst von Drogen, von Liebe die wacklig auf ihren Beinen steht, von Twist in der Familie. Themen, die nun mal die bittere Realität sind. Ist es das was du willst: das echte Leben zeigen?

Also zu einem Buch gehört immer auch etwas „unrealistisches“, damit man träumen und dem Alltag entfliehen kann. Aber ja, ich möchte so schreiben, dass man es sich zumindest vorstellen kann, dass man mitfühlen und sich in die Charaktere reinversetzen kann.

Etwas Fiktion gehört dazu, stimmt. Jetzt sind wir natürlich sehr gespannt, wie es weitergehen wird. Du lässt Rachel sprechen in dem Buch, wird Connor auch eine Stimme bekommen im zweiten Teil?

Kurz und knapp: Nein. Aber die Leserin wird trotzdem sehr viel von Connor erfahren, weil ich weiß, dass alle sehr gespannt darauf sind. Und es natürlich auch wichtig für seinen Charakter ist.

Okay, damit gebe ich mich zufrieden. Du hast uns deine Protas mitgebracht, worüber wir uns sehr freuen. Ich hoffe, du verzeihst mir, wenn ich dich mit einem Kaffee vertröste und mich deinem männlichen Prota widme?

Ich trinke keinen Kaffee, aber ich machs mir da hinten in der Ecke mit einem Tee gemütlich und überlasse Rachel und Connor das Reden.

Gut, Tee haben wir auch da. Tob dich aus.

Connor, bist du bereit, dich nackig zu machen? Ohne deine Klamotten zu verlieren? Zumindest erstmal.

Jederzeit

Du bist ja schon ein hübsches Ding. Etwas grün hinter den Ohren, wenn es um den richtigen Umgang mit den Ladys geht, aber dennoch wirklich sympathisch. Wie wird man Stripper?

Etwas grün hinter den Ohren? Na ja, ich kenne genug Ladys, die das anders sehen würden…
Ach, ja, wie wird man Stripper? Ich hab nach der Schule hier und dort gejobbt, war eine Weile Türsteher, danach Barkeeper, und landete irgendwann hinterm Tresen vom Affections. Da war der Weg auf die Bühne nicht mehr weit.

War das eine spontane Idee von dir? Nach dem Motto: Ich probier das mal und wenns Spaß macht, mach ich es öfter?!

Na ja, ich hab mitbekommen, wie gut die Jungs da auf der Bühne verdienen und ich dachte: „Was die können, kann ich schon lange.“ – hat ja auch funktioniert. Und dass mir die Frauen zu Füßen liegen, na ja, war auch kein Nachteil. Ich hätte es nicht gemacht, wenn ich mir nicht sicher gewesen wäre, dass ich es schaffe.

Naja, ich liege noch nicht. Es ging dir also nur ums schnelle Geld und ein warmes Bett, im besten Fall immer mit etwas anderem zum spielen?

Du hast mich auch noch nicht tanzen sehen.
Und ja: Kann man so sagen.

Stimmt, hab ich nicht. Vielleicht lasse ich mich dazu überreden. Du verlierst sämtliche Hüllen? Präsentierst du deinen kleinen Freund jeder Frau im Raum?

KLEINEN Freund?

Was? Etwa nicht?

*Connor grummelt und würde das Interview an dieser Stelle gerne beenden, aber Katie schubst ihn noch mal in den Sessel*

Na gut.. also mein Freund ist alles ander als klein… und ja, wenn du mal zu einer unserer Shows kommst, kannst du dich gerne davon überzeugen. Wir lassen alle Hüllen fallen.

*verkneif mir das Lachen*

Interessant … ich kenn das so noch nicht. Wahrscheinlich waren die bisherigen Bekanntschaften zu Strippern mehr jugendfrei.

Ich arbeite ja in England. Soweit ich weiß, ist es den Strippern in Deutschland nicht erlaubt, sich ganz auszuziehen.

Aha … danke für die gesetzliche Aufklärung. Dann muss ich mir tatsächlich eure Show mal ansehen. Aber sag mal, du lebst seit Monaten mit einer Frau zusammen. War das eine große Umstellung?

Man hört ja immer diese kitschigen Sprüche, von wegen „Wenn man die Richtige gefunden hat, ist es nicht schwer“.. ich muss sagen, das stimmt tatsächlich. Es ist schon schwer, alte Gewohnheiten abzulegen, aber ich gebe mein Bestes, um Rachel nicht zu enttäuschen.

Große Worte für einen Stripper/Playboy. Trotz deiner Bemühungen fällst du ab und an in alte Muster. Merkst du es selbst, oder brauchst du den Dämpfer von Rachel um es zu sehen?

Ich glaube, ich brauche diesen Dämpfer schon, weil ich manchmal gar nicht mehr merke, was für andere Menschen, die ein „normales“ Leben führen, richtig oder falsch ist. Dann muss sie mir die Augen öffnen.
Zum Beispiel, dass andere Leute, die einen Bürojob haben, es unnormal finden, auch in der Woche feiern zu gehen usw. Für mich ist das Normalität geworden und die meisten meiner Freunde sind in dem gleichen Umfeld unterwegs.

Erzählst du mir von deiner Beziehung mit ihr? Wann hast du gemerkt, dass sie nicht nur der One-Night-Stand ist?

Das habe ich wahrscheinlich ziemlich schnell gemerkt, aber ich wollte es mir selbst nicht eingestehen. Aber als sie nach dem Sex irgendwann blieb und wir uns unterhalten haben, habe ich gemerkt, dass sie eigentlich so gar nicht in meine Welt passt. Und genau das war so besonders an ihr.

Kann man das so sagen: Sie hält dich auf dem Boden der Tatsachen?

Definitiv, ja.

Rachel, wie siehst du das?

*Rachel ist etwas überrumpelt*

Öh.. ja, ich gebe zumindest mein Bestes. Connor handelt oder spricht so oft vorschnell, ohne nachzudenken, dass man ihm manchmal zeigen muss, wie er sich verhält.

Er ist schon ein kleiner Kindskopf, oder?

Ohja. Das kann sehr niedlich, aber auch sehr anstrengend sein.

Glaub ich dir gern. Aber er schafft es dennoch, dich wieder zu beruhigen. Wann waren bei dir Gefühle da?

Als ich gemerkt habe, dass er gar nicht so oberflächlich ist, wie ich am Anfang dachte. Er war so aufmerksam und hat mich so wertgeschätzt, das hat mich überrascht und auch berührt.

War das genau das, was du zu der Zeit, als du ihn kennengelernt hast, gebraucht hast?

Gute Frage, vielleicht ja. Ich habe nicht bewusst danach gesucht, aber ja – als er dann da war, und all die Aufmerksamkeit und seine liebevolle Art, da habe ich wohl gemerkt, dass mir das zu lange gefehlt hat.

Du hast es nie einfach mit deiner Mutter gehabt. War es anfangs eine Flucht von Zuhause? Um allem entgehen zu können?

Ja, ganz sicher. Meine Mum hat mich echt oft in den Wahnsinn getrieben und mich schlecht da stehen lassen. Bei Connor war das direkt anders. Er hat mir gesagt und gezeigt, dass ich gut bin, wie ich bin und dass ich noch viel mehr schaffen kann, als ich mir zutrauen würde. Das habe ich zuhause, zumindest von meiner Mutter, nicht bekommen.

Hört sich irgendwie nach dem perfekten Mann an, wären da nicht seine Macken. Wie kommst du damit klar?

Ich versuche, zu verstehen, warum er so ist, wie er ist. Aber das fällt mir nicht immer leicht. Manche Dinge kann man leichter akzeptieren, als andere, aber manchmal muss man eben auch Konsequenzen ziehen. Ich lasse mir nicht alles gefallen.

So muss das sein. Nicht unterkriegen lassen.

Connor, wie siehts aus? Zeigst du, wie du tanzen kannst, oder muss ich erst in euren Club?

Ich fürchte, da musst du im Affections vorbeischauen…

Gemein … dann möchte ich aber auf der Gästeliste stehen.

Das kriegen wir hin.

Sehr freundlich.

Connor haben deine Tattoos Bedeutungen?

Meine Tattoos haben zumindest eine Geschichte.. die lest ihr dann in Band 2.

Nur ein kleines Geheimniss verraten.

Die Tattoos helfen mir, Dinge aus der Vergangenheit zu vergessen.

Das klingt gut. Aber jetzt mal Ehrlich es ist nach 18 Uhr. Alle waren brav. *hust* Tanz für uns.

Sorry Girls, aber Privatvorstellungen bekommt nur eine.

*lache in meiner Ecke herzlich*

Ihr drei … es war toll mit euch zu plaudern. Hoffentlich hören wir noch einiges von euch. Vielen Dank, dass ihr Zeit hattet.

Vielen Dank für die tolle Gelegenheit.

 

 

Interview mit Genovefa Adams

Name: Genovefa Adams

Wohnort: Rheinland

Hauptberuflich: Autorin

Hobbies: Yoga, Pilates, mein Hundi

Deine Werke:

Die Reihe „Der FC Düsseldorf und die Liebe“ („Volltreffer“, „Elfmeter“, „Herzschlagfinale, „Glückstreffer, „Rot wie die Liebe“, „Liebe in der Winterpause, „Meister der Herzen“, „Liebe auf den zweiten Kick“, „Blutgrätsche ins Herz“, „Falsches Spiel“, „Auswärtsspiel“, „Aus dem Abseits ins Herz“, „Foul ins Herz“, „Liebe trotz Schlagzeilen?“, „Verlängerung für die Liebe?“, „Treffer ins Herz“, „Ein Fußballer? Nein danke!“, „Platzverweis für die Liebe“, „Transfer ins Herz“, „Rote Karte für Traumprinzen“, „Kein Fußballer ist auch keine Lösung“, „Ein Fußballer und andere Katastrophen“, „Ein Fußballprofi zum Verlieben“, „Fußballprofi undercover“, „Fußballprofis küssen besser“), „Marie + Leo = Liebe“, „Mafia & Amore“, „Urlaubsflirt mit Hindernissen“, „From Richard With Love“, „Niemals ohne dich“

Schnipsel 9

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich habe mir immer schon Geschichten ausgedacht und sie aufgeschrieben. An einen Roman habe ich mich aber erst gewagt, als ich wegen einer Verletzung längere Zeit im Krankenhaus lag und mich zu Tode gelangweilt habe. 😉

Schnipsel 8

Was brauchst du zum Schreiben? Mal abgesehen, von einem anständigen Schreibprogramm.

Absolute Ruhe. Jegliche Art von Hintergrundgeräuschen lenkt mich zu sehr ab. Deshalb schreibe ich immer in meinem Arbeitszimmer, schalte das Telefon aus und mache die Tür zu.

Schnipsel 7

Woher nimmst du die Ideen für deine Bücher? Bist du ein Fußballfan?

Praktischerweise muss ich mich nie aktiv auf Ideensuche begeben, die kommen von ganz allein. 😀 Ich bin ein großer Fußballfan und durch die FCD-Reihe kann ich meine beiden Leidenschaften, den Fußball und das Schreiben, miteinander verbinden. 🙂

Schnipsel 6

Wie lange schreibst du, bis eine Geschichte fertig ist und du zufrieden bist?

Gleich nach dem Schreiben bin ich nie zufrieden. 😀 Ich muss das Manuskript erst noch ein paarmal überarbeiten. Für das Schreiben an sich brauche ich etwa vier Wochen, anschließend noch einmal etwa zwei Wochen fürs Überarbeiten.

Schnipsel 5

Welche Tipps würdest du jungen Autoren mit auf den Weg geben?

Gerade am Anfang sind die meisten Autoren sehr unsicher, das kenne ich ja noch von mir. Einerseits ist es natürlich wichtig, sich mit den grundlegenden Schreibregeln zu befassen. Auf der anderen Seite sollte man aber auch dem eigenen Stil treu bleiben. Mein Rat ist, einfach auszuprobieren, was funktioniert und was nicht. Das Wichtigste ist, erst mal anzufangen. Streichen und überarbeiten kann man später noch.

Schnipsel 4

Gibt es etwas, das dich an dir selbst stört?

Ja, meine Ungeduld. Im Wartezimmer beim Arzt finde ich es nicht so schlimm, da kann ich ja lesen. Aber wenn ich mehrere Wochen auf Rückmeldung von jemandem warten muss, werde ich verrückt – und treibe gleichzeitig mein Umfeld in den Wahnsinn. 😀

Schnipsel 3

Wie stark hat sich dein Leben verändert, seit du schreibst?

Meine erste Veröffentlichung fiel mit dem Ende meiner Ausbildung als Kosmetikerin zusammen. Wenn aus dem Schreiben nichts geworden wäre, würde ich jetzt in meinem Lehrberuf arbeiten. Der hat mir zwar auch immer sehr viel Spaß gemacht, aber ich bin unendlich dankbar, jetzt meinen Traumjob zu haben. 🙂

Schnipsel 2

Liest du selbst? Hast du ein favourite book und warum?

Oh ja, ich lese sehr, sehr gern und viel. Mein Lieblingsbuch ist „Cavaliersreise“ von Mackenzi Lee. Der Roman hat alles, was ein gutes Buch haben sollte: Er ist romantisch, lustig, traurig und spannend.

Schnipsel 10

Wie geht es weiter? Was erwartet uns von dir?

Im Moment arbeite ich am sechsundzwanzigsten Teil der FCD-Reihe und ein Ende der Reihe ist vorab nicht in Sicht. 😉

Schnipsel 1

Weißt du schon vorher, wie deine Geschichte endet?

Die Ausgangssituation und das Ende einer Geschichte kenne ich, bevor ich mit dem Schreiben anfange. Auch die wichtigsten Wendepunkte überlege ich mir schon vorher. Auf dem Weg dahin lasse ich mich aber gern von meinen Protagonisten überraschen.

Interview mit Lana Rotaru

Name: Lana Rotaru
Geburtsjahr: 1987 (ich runde im Dezember )
Wohnort: Aktuell noch Aachen
Beruf: Schriftstellerin
Hobbys: Lesen, Entspannen, Backen, Sauna, Serien gucken, mit meinem Mann rumalbern
Bisherige Werke:
– Black-Trilogie
– 1000 Brücken und ein Kuss (Impress)
– Dante& Amanda – Dilogie
– Deadly Sin Saga (Band 1 und 2 bisher)

 

Du bist so alt wie ich. Zumindest habe ich den runden im Mai erreicht.

Hehe, ja, früher hatte ich irgendwie Angst vor dieser Zahl, aber inzwischen habe ich damit überhaupt keine Probleme mehr.

Ich auch … ganz böse Zahl war das für mich. Irgendwann hab ich angefangen, Buchstaben zu verwenden. Ich war dann 25 a, b …

Hahahaha, das hatte ich mir am Anfang auch überlegt XD 29a, 29 b, etc XD Aber ab Januar (also nur ein paar wenige Tage nach meinem B-Day) werde ich Mutter, habe einen wundervollen Ehemann an meiner Seite und bin Besitzerin einer Eigentumswohnung. Das ist eine nette Statistik, dann macht mir die große 3 auch keine Sorgen mehr XD

Da hast du recht. So kann man sie dann doch mit Stolz tragen. Kinder verändern alles. Hab ich selbst auch schon gemerkt. Glückwunsch zum bevorstehenden Mutter-Dasein.

Danke schön
Wir sind auch schon total gespannt und aufgeregt auf die kommende Zeit.

Genießt es. Es wird aufregend.

Und ermüdend habe ich gehört XD

Etwas, ja. Aber jede neue Entwicklung, jeder kleine Erfolg, macht alles wett.

Das denke ich auch. Deswegen sind wir ja so gespannt. Es wird spannend

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Also ich habe früher (im Sommer 2009) mit Twilight-Rollenspielen begonnen. Damals noch im StudiVZ. Die Postings dort wurden immer länger, ausgereifter und besser. Irgendwann wurden es richtig lange Texte. Und im Sommer 2015 dann habe ich eine Buchreihe gelesen, dessen Ende mich soooo unbefriedigt hat, dass ich überlegt habe, was man besser machen könnte. So ist Black 1 entstanden XD

StudiVZ … das kenne ich auch noch. Daraus schließe ich, dass du studiert hast?

Hehe, also früher war ich auf StudiVZ ohne studiert zu haben. Aber tatsächlich habe ich im März 2009 mein BWL Studium angefangen.

Ach, du hast Beschiss gemacht … das ging doch nur mit einer Hochschule, oder irre ich mich? Ich war auf SchülerVZ nämlich.

Hahaha, ja, damals hat sich niemand daran gehalten und alle meine Freunde waren auf StudiVZ, deswegen habe ich mich da auch gemeldet. Aber später wurden die beiden Seiten ja zusammengelegt, da war das kein Problem mehr. Aber da habe ich bereits wirklich studiert Xd

Interessant

Wie bist du auf die Geschichte von Dante&Amy gekommen? Zeitweise kam mor der Gedanke, dass du eindeutig zu viel Transporter gesehen hast.

Hahaha, das weiß ich ehrlich gesagt selbst nicht mehr genau. Eigentlich war für die Protagonisten (die Konstellation und Namen standen früh fest) eine ganz andere Geschichte geplant. Eher so im Dystopie-Stil. Aber das lag mir so gar nicht, also habe ich die Geschichte erstmal ruhen gelassen. Dann war ich mit meinem Mann in urlaub und habe da irgendwas mit einem Motorradunfall gelesen. Und Plopp … plötzlich wie Geschichte da XD Und wegen dem Film Transporter: Den habe ich ehrlich gesagt nie gesehen. Immer nur die Werbung, wo diese 3 Regeln genannt wurden. XD

Das ist mir ziemlich früh aufgefallen. Fand ich witzig und schon sehr interessant, wie du es eingebaut und umgesetzt hast, dass es zu der ganzen Geschichte gepasst hat.

Ja, solche komischen Zufälle sind einigen Lesern auch bei Black aufgefallen. Da ging es um Parallelen zu „the Vampire Diaries“, aber auch die Serie habe ich nie gesehen. Mal die erste Folge angesehen, aber nie weiter verfolgt XD

Das tut den Geschichten aber keinen Abbruch. Dafür sind die Charaktere zu einzigartig.

Danke, das höre ich sehr gerne.
Ich gebe mir auch immer sehr viel Mühe bei der Ausarbeitung. Ich selbst kann Bücher mit oberflächlichen, oder flachen Charakteren nicht leiden.

Gibt es für dich Autoren/Bücher, die dich geprägt haben und die heute noch gerne liest?

Hm … die gibt es sicher. Aber ich denke es sind eher Bücher als Autoren. Denn wenn ich z.b. total auf die „Edelstein-Trilogie“ von Kerstin Gier stehe, konnte ich mit der Silber-Reihe nicht viel anfangen. Genauso geht es mir mit den Büchern von Julie Kagawa. Ich bin ein großer Fan ihrer „Plötzlich Fee“-Reihe, aber die Unsterblichen haben mich überhaupt nicht abgeholt
Es sind also spezielle Bücher, die mich immer wieder inspirieren, aber nicht direkt die dazugehörigen Autoren. Verrückt, nicht wahr XD

Nein, find ich nicht. Geht mir bei manchen auch so. Es gibt nur wenige Autoren, die mich immer mit ihren Büchern packen. Daher kann ich das durchaus nachvollziehen. 

Schön, dass ich nicht alleine bin XD

Wo schreibst du am liebsten? Gibt es einen festen Platz oder kannst du das überall?

Normalerweise bin ich beim Schreiben Zuhause auf der Couch. Manchmal wandere ich auch an den Esstisch (wie jetzt gerade), weil ich nebenbei noch etwas anderes tue. Aber dabei ist mir immer Ruhe wichtig. Ich kann Geräusche absolut nicht ertragen, wenn ich mich aufs Schreiben konzentrieren will XD

Gar keine Geräusche? Nicht einmal leise Musik?

Ne gar nichts. Wenn ich die Musik kenne, also z.b. einen Popsong, oder so, dann konzentriere ich mich mehr auf den Text als auf mein Manuskript XD

Darf dein Mann dann auch nichts sagen?

Hahaha, doch natürlich, aber er weiß dann auch, dass er mich aus dem Rhythmus reißt, daher ist er dabei meist in einem anderen Zimmer oder liegt neben mir und liest. Aber mein Mann hat einen ganz besonderen Status in meinem Leben und darf mich immer und bei allem unterbrechen XD

Das klingt toll.

Was erwartet uns von dir? Was ist geplant?

Naja, aktuell schreibe ich an dem dritten teil der Deadly Sin Saga. Danach war Black 4 geplant, aber wann die Bücher fertig werden ist absolut nicht abzuschätzen XD Zurzeit habe ich echt so viel um die Ohren, dass ich nicht zum Schreiben komme XD

Verständlich, wenn man bedenkt, was dir und deinem Mann bevorsteht. Ich würde gern zum Schluss ein kleines Spiel mit dir machen. Ich nenne dir einen Begriff und du antwortest mit dem erstbesten was dir dein Bauchgefühl sagt.

Eben XD Alles klar, dann schieß mal los XD

Jahreszeit

Kalt (Dezember)

Farbe

Rot

Tier

Tiger

Berühmte Persönlichkeit

Heath Ledger (ich liebe seine Filme)
(bzw. Filme mit ihm ^^)

Land

Deutschland

Zitat

… ähm … Goethe?! XD

Und welches?

Keine Ahnung XD Spontan fällt mir keins ein XD

herrlich

XD du hast gesagt, das erstbeste, was mir einfällt XD

Ich weiß, drum ist es ja so herrlich. Ich danke dir sehr für dieses Gespräch.

Hihi, sehr gerne. Es war sehr nett.

 

 

Interview mit Chii Rempel

Name: Chii Rempel
Wohnort: Düsseldorf
Geburtsjahr: 1992
Hauptberuflich: Student
Hobbies: Lesen, Schreiben, Zeichnen, Reisen
Deine Werke: Sleepless – Echo der Vergangenheit

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Zum Schreiben bin ich schon sehr früh gekommen. Ich schreibe seit ich einen Stift in der Hand halten kann. In der Grundschule habe ich Kurzgeschichten geschrieben, meistens über eine junge Hexe. Seitdem habe ich immer gelegentlich geschrieben, ob nun Kurzgeschichten oder Gedichte, aber mein Ziel war es immer, irgendwann einen ganzen Roman fertig zu stellen.

Was brauchst du zum Schreiben? Mal abgesehen von einem anständigen Schreibprogramm.

Meistens brauche ich zum Schreiben unbedingt eine Tasse Tee.

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„»Ich sollte jetzt glaube ich erschrocken sein, dass du mich hier gefunden hast. Verfolgst du mich?«, fragte ich mehr im Scherz. Ich war nervös.

»Vielleicht«, entgegnete er nur und grinste mich weiter an.

Ich trank meinen Tee viel zu schnell und verbrannte mir die Zunge.

»Okay, vielleicht sollten wir nochmal von vorne anfangen«, entgegnete er schmunzelnd.

»Hi, ich bin Lu.«

Er streckte mir die Hand entgegen und sein Grinsen verwandelte sich in ein Lächeln, das wirklich ernst gemeint aussah.

Ich versuchte ebenfalls zu lächeln, während ich ihm meine Hand reichte.

»Kaylin.«“

 

Woher nimmst du die Ideen für deine Bücher?

Die Ideen kommen meistens einfach irgendwie. Manchmal kommt die Inspiration einfach durch Gespräche mit Freunden, manchmal durch Reisen, manchmal einfach durch einen Nachtspaziergang.

Wie lange schreibst du, bis eine Geschichte fertig ist und du zufrieden bist?

Generell kann ich das noch nicht sagen, da Sleepless mein erstes Buch ist. Insgesamt habe ich über 10 Jahre daran gearbeitet, also würde ich sagen, ziemlich lange. Mit der Fortsetzung schwöre ich aber, mich zu beeilen.

Welche Tipps würdest du jungen Autoren mit auf den Weg geben?

Ich fürchte, ich bin noch zu unerfahren, um irgendjemandem Tipps zu geben.

Sleepless

Chii hat uns erzählt, dass sie mit 14 Jahren die Handlung ihrer Geschichte in Negnilos hat spielen lassen, was so viel wie Solingen rückwärts bedeutet. Mittlerweile wurde es nach Canterbury verschoben.

 

Gibt es etwas, das dich an dir selbst stört?

Einiges. Am meisten, dass ich mich so schnell ablenken lasse.

Wie stark hat sich dein Leben verändert, seid du schreibst?

Das Schreiben hat schon immer zu meinem Leben gehört, also kann ich mir gar nicht vorstellen, wie es ohne wäre.

Liest du selbst? Hast du ein Favouritebook und warum?

Ich lese unheimlich viel. Aktuell bin ich total besessen von den A Court of Thorns and Roses Büchern. Ansonsten sind meine absoluten Lieblingsbücher unter anderem The Name of the Wind von Patrick Rothfuss, Kernstaub von Marie Grasshoff und American Gods von Neil Gaiman.

Wie geht es weiter? Was erwartet uns von dir?

Aktuell sitze ich an der Fortsetzung von Sleepless. Die wird hoffentlich noch Dezember/ Januar erscheinen. Danach plane ich eine Science Fiction Story, allerdings werde ich die auf Englisch schreiben.

Weißt du schon vorher, wie deine Geschichte endet?

Ja. Das Ende der Lyrena’d Trilogie ist auch schon lange geschrieben.

Interview mit Katie Weber

Ich hatte ein nettes Gespräch mit Katie Weber, von der ich wohl bisher die ausführlichste Vita bekommen haben. 😊 Anfangs habe ich hin und her überlegt, wie ich es umsetze, aber irgendwann habe ich beschlossen, euch eben an genau diesem einzigartigen Gespräch teilhaben zu lassen, ohne weitere Änderungen oder Kürzungen. Und dieses Mal durfte ich  (Nine) feststellen, dass wir gar nicht so verschieden denken. 

Wie bei einem Bewerbungsgespräch 😀 Mein Name ist Katie Weber (nein, dies ist sogar kein Künstlername bzw. Pseudo), ich bin 1986 als Deutsche in Sibirien, Russland, geboren. Meine Eltern und Vorfahren sind ebenfalls alle deutsch, daher gehöre ich korrekterweise nicht zu den bekannten Russlanddeutschen, bin jedoch mit meiner Familie auch erst 1992 nach Deutschland gekommen. Seit über 12 Jahren lebe ich mit meinem Lebensgefährten zusammen in der Nähe von Heidelberg und bin seit Juli dieses Jahres hauptberuflich Autorin, habe Jahre zuvor aber eine Ausbildung zur Bürokauffrau gemacht und eine Zeit lang in Darmstadt studiert. Privat arbeite ich gerne an unserem Häuschen, das mein Lebensgefährte und ich im Sommer letzten Jahres gekauft haben. Außerdem schaue ich leidenschaftlich gerne Filme, lese natürlich sehr viel und liebe es, andere und mir bisher fremde Orte zu bereisen. Ich campe für mein Leben gern und habe eine Leidenschaft für Motorsport, vor allem schlägt mein Herz für die Formel 1. 😀 Mit dem Schreiben habe ich schon im Kindesalter angefangen, wann genau, kann ich gar nicht sagen. Ich weiß nur noch, dass ich meinen Vater immer dazu genötigt habe, meine Texte und Geschichten anschließend zu lesen. In Freundebüchern aus der Schulzeit damals, habe ich als Berufswunsch oder auf die Frage „Was möchtest du mal werden, wenn du groß bist“ immer mit „Schriftstellerin“ geantwortet. 😀 Im Teenageralter geriet das Schreiben leider in den Hintergrund, so, dass ich es fast schon vergessen hatte. Erst vor knapp sechs Jahren habe ich meine Leidenschaft wieder entdeckt und schreibe seitdem wie eine Wahnsinnige. Mein Erstlingswerk, „Unter einer Decke“ erschien im Januar diesen Jahres. Danach folgten „Breathe Again“ im Mai und „Stolperherzen“ im Juni. 🙂 Auf dem Laptop existieren jedoch unzählige weitere Projekte, da ich mich vor Ideen nicht retten kann. Hätte der Tag 48 Stunden, ich hätte jetzt vermutlich schon 10 Bücher rausgebracht. 😉
Sorry für den langen Monolog! 😀

Wow … ich hab noch nie eine solch ausführliche Vita gelesen. Der Wahnsinn. 😍 Aber hey, du bist gerade mal ein Jahr älter wie ich. 😂

Ha! ich dachte halt mal, ich erzähl etwas von mir. Etwas ausführlicher als sonst. Du darfst das natürlich gerne kürzen und nur das Interessante daraus nehmen 😉
Oh echt? 😀 1987 geboren?

Es hat mir schon ein zwei weitere Fragen beantwortet, sodass ich es im Beitrag dann etwas umändere, um es passend zu machen. 😊 Ja bin ich.

Welche wären das gewesen? 🙂

Wie du zum schreiben kamst, z.B.

Das kann ich sogar noch ausführlicher beantworten… 😀 Zumindest was die Zeit vor sechs Jahren angeht. Also quasi, wie ich später dann wieder zum Schreiben kam.

Dann erzähl mal, ich bin neugierig 😊

Ich bin eingefleischter „Fanfiktion“ Fan. 😉 Ich hoffe, der Begriff sagt dir was. Irgendwann im Herbst 2011 habe ich so viele Bücher und Geschichten gelesen, dass es mir nicht mehr ausreichte, nur zu lesen. Mich begann es selbst in den Fingern zu kribbeln, eben diese Geschichten weiterzuschreiben und weiterzuspinnen. Also habe ich mich eines nachts (ja, nachts! :-D) an den Laptop gesetzt und habe begonnen zu schreiben. Aus dem Nichts heraus quasi. Ich hatte kein Ziel, keinen Plan, aber tausende Szenen in meinem Kopf. Zuerst habe ich nur Geschichten über bereits existierende Charaktere geschrieben, später begann ich dann mit Prosa.

Fanfiktion … so toll. Ich habe viele gelesen und mach es immer noch sehr gern.

Ich finde, Fanfiktion sind etwas ganz besonderes. Weil sie von Fans kommen und die Werke, sei es Film, Serie, Buch oder etwas anderes, würdigen und wertschätzen. Ich glaube, es ist für jeden Autor eine Ehre, wenn plötzlich Fanfiktion darüber geschrieben werden. 🙂

Denke ich auch. Da steckt viel Herzblut drin, in solchen Geschichten. Ich bin jedesmal begeistert davon.

Ganz genau! ❤

Kommen wir zur nächsten Frage: Deine Inspirationen … woher kommen die Ideen zu deinen Büchern? Wie viel Wahrheit steckt drin?

Schwierig zu beantworten, wie ich finde. Denn ich würde lügen, wenn ich sagen würde, meine Inspiration kommt hier oder davon. In Wahrheit ist es nämlich so, dass sie von allem kommt, was mir den Tag über so passiert, was ich sehe, höre, rieche, schmecke, lese und wahrnehme. Manchmal sind es alltägliche Situationen, manchmal eine Beobachtung im Supermarkt, eine Erzählung einer Freundin, ein toller Film, den ich gesehen habe oder eben ein gutes Buch. Es gibt Millionen Quellen, die mich inspirieren und mir Ideen liefern. Fassen wir sie in einem Begriff zusammen, wäre es wohl: das Leben. 🙂

Bei der zweiten Frage müsstest du genauer werden, sonst ist es schwer, dies zu beantworten. Meinst du die Wahrheit über gewisse Situationen im Buch, über die Charaktere oder die allgemeinen Ideen?

Wenn ich mich bei den Antworten kürzer fassen soll, sag Bescheid 😀

Im Prinzip alles. Die Wahrheiten der Situationen … bestehen Ähnlichkeiten zwischen Protas und realen Menschen? Nein, ich mag deine Antworten.

Ich denke, ein gewisser Grad an Wahrheit bzw. persönlicher Erfahrung steckt in jedem Buch eines Autors. Anders ist es gar nicht möglich. Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen versuche ich zu vermeiden, jedoch dienen einige von ihnen natürlich charakterlich als Vorbild. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die ich übernehme. Als kleines Beispiel fällt mir hier konkret ein, dass ich in einem von mir bisher unveröffentlichten Jugendbuch (erscheint voraussichtlich im Frühjahr 2018) den schwarzen Humor von meinem Vater übernommen habe. Zwar hat diesen dann die Mutter der Hauptprotagonistin, doch die Sprüche und der Humor sind 1 zu 1 von meinem Vater. 😀 In der „Keep Breathing“ Trilogie steckt außerdem z.B etwas von mir selbst, nämlich die Liebe zu Schnee, Winter, Wäldern und Bergen. Daher kommen Kanada und Alaska in den Büchern vor. 😉

Wo schreibst du am liebsten und was brauchst du unbedingt dafür? (Musik, Kaffee?)

Ich schreibe überall da, wo ich mich wohlfühle und in andere Welten abtauchen kann. Meist wechsle ich meinen Schreibplatz über Tag hin. Mal sitze ich in meinem Arbeitszimmer, meiner selbsternannten Schreibwerkstatt, dann wieder in der Küche. Wenn die Sonne scheint und es draußen warm ist, sitze ich meistens auf der Terrasse oder im Garten. Wenn es kalt ist und regnet, häufiger sogar eingekuschelt mit einem Tee im Bett. 😀 Was ich zum Schreiben brauche ist nicht viel. Eigentlich nur Ruhe. Nicht im Sinne von „es muss mucksmäuschenstill sein“, sondern im Sinne von „keine Ablenkung von Außerhalb, die mich aus meiner Fantasiewelt reißen kann“. Musik höre ich beim Schreiben immer wieder, ist jedoch kein Muss. Manchmal tut es auch die Stille oder das Rauschen des Regens draußen – so wie heute, z.B.

Was würdest du jungen Autoren mit auf den Weg geben?

Ich fühle mich, ehrlich gesagt, noch lange nicht soweit, dass ich anderen Autoren sagen würde, wie und was sie tun sollten. Ich befinde mich selbst noch auf dem Weg zum Ziel und hoffe, meinen Lebenstraum weiterhin leben zu dürfen. Doch wenn ich etwas aus der kurzen Zeit bisher gelernt habe, dann ist es das: Habt Vertrauen in das, was ihr tut. Jeder Autor hat Selbstzweifel und ist im Grunde niemals mit seinem Buch zu 100% zufrieden. Das ist vollkommen normal, heißt aber noch lange nicht, dass es andere nicht mögen und lieben werden. ❤

Da hast du recht. Auf solche Worte von dir hatte ich es abgesehen. 😉 Du bist selbst Jungautorin, hast aber schon Erfahrungen gesammelt, die du weitergeben kannst. 😊 Stehen zukünftig Buchmessen an, auf denen du dich blicken lassen wirst?

Dann bin ich ja beruhigt. 😀

Nein, aktuell bzw. dieses Jahr stehen erst mal keine Messen an. Das liegt ganz einfach daran, dass ich genau in diesem Zeitraum an weiteren, für dieses Jahr geplanten Veröffentlichungen arbeiten muss. 😉

Da kann ich ja gleich fragen, was wir noch von dir hören bzw. lesen werden? Welche Projekte stehen in Planung?

Zunächst einmal kommt Band 2 der Keep Breathing Trilogie am 25.08 raus, Band 3 sollte Ende Oktober/ Anfang November folgen. Für Dezember ist ein Sammelband geplant. Ich denke, das könnte ein schönes Weihnachtsgeschenk für einige werden. 🙂 Außerdem kommt Band 2 der Mitbewohner Reihe, „Über zwei Ecken“, über den ich auf meiner Facebook Seite schon berichtet und Schnipsel gepostet habe. Das Buch ist für Herbst geplant, wann genau, kann ich noch nicht sagen. Zudem schreibe ich aktuell an weiteren Projekten. Das bereits erwähnte Jugendbuch, geplant für Frühjahr 2018, einer Romantasy Trilogie, geplant für 2018, und einem Geheimprojekt, über das ich zunächst nicht viel verraten möchte, außer, dass es vielleicht noch dieses Jahr erscheint. 😉

Da hast du ja einiges vor. 😊

Ich schreibe immer mehrere Titel gleichzeitig 😀

Wenn du Zeit hast, was liest du dann gern? Gibt es Bücher oder Autoren, die dich beeinflusst haben und die du immer wieder lesen kannst?

Ich lese alles, wo es um Liebe geht. 😀 Am Liebsten jedoch tatsächlich Young Adult Romane und in letzter Zeit auch sehr viel Fantasy. Bei Jugendbüchern liebe ich es, die Entwicklung der Charaktere zu erleben und zu sehen, wie sie im Laufe der Geschichte erwachsen werden. Manchmal habe ich das Gefühl, Jugendbücher sind in so vieler Hinsicht reifer und erwachsener als mancher Roman für Erwachsene. Vor allem aber wahnsinnig echt und real. Besonders wenn es um Freundschaft und Liebe geht. 🙂 Beeinflusst haben mich da sicherlich die Bücher von Tanja Voosen ganz stark. Könnte ich immer wieder lesen und es würde niemals langweilig werden. Außerdem liebe ich „Jonah“ von Laura Newman. Ja, wie man sieht, hat mich dieses Buch auch in der Namenswahl meines eigenen Protagonisten beeinflusst. 🙂 Die Bücher von Kira Gembri habe ich ebenfalls regelrecht verschlungen und geliebt. „Ein Teil von uns“ hat mir dabei besonders gut gefallen.

Ich muss gestehen, dass ich noch nichts von den Autoren gelesen habe, aber dem nach was du sagst, muss ich das dringend nachholen. 😊 Zum Schluss würde ich gerne ein kleines Spiel mit dir machen. Stell dir vor …

… du würdest mit einem deiner Protagonisten ins Kino gehen. Welcher wäre es, Jonah oder Nathan oder Ethan, und was würdet ihr euch ansehen?

Ganz klar Nathan! 😀 Mit ihm würde es sicher unheimlich witzig werden. Er war schließlich selbst Hollywood Liebling. 😉 Ansehen würden wir uns einen schrulligen Horrorfilm, über den wir uns dann kaputtlachen würden. ❤

… du machst einen Kurztrip mit deinen weiblichen Protas. Was für einer wird es? Typisch Mädchentrip – also Shopping? Oder Strand oder Citytour?

Ohje, Holly und Annie zusammen? Ob das gut gehen würde, bin ich nicht sicher. 😀 Mit Elena gäbe es sicher keine Probleme. Ich denke, da alle drei recht unterschiedlich sind, müsste ich etwas neutrales wählen. 😀 Holly würde Strand und Meer bevorzugen, Annie eher die Berge. Elena vermutlich einen Citytrip. Daher wähle ich einen Spa-/Wellnessurlaub. Da hätte niemand von uns etwas zu meckern. 😛

😂 gut gelöst

… Jonah lädt dich zu einem Musik-Festival ein. Welches wäre es?

Um ehrlich zu sein, zu keinem. 😀 Jonah ist kein Typ für Festivals (Ich hingegen schon, jedoch nicht mit der Musikrichtung, die Jonah praktiziert). Jonah ist ganz klar ein Typ, der dich zu einem Privatkonzert in seinem Garten oder am Lagerfeuer einladen würde. Große Menschenmassen sind nichts für ihn, auch wenn er auf der Bühne vor eben diesen stehen muss. Eine kleine Bar mit ein paar Leuten, die seiner Musik lauschen, wäre ihm wohl lieber. 😉

Das ist ja interessant. Warum steht er dann auf der großen Bühne, wo es doch auch kleine gibt, die ihm mehr zusagen würden?

Dazu solltest du „Breathe Harder“ lesen… 😛

Werde ich tun. Ich warte doch nur darauf, dass du es mir gibst 😂

Ich danke dir für dieses tolle Gespräch. 😊

Ich habe zu Danken! Hat ganz großen Spaß gemacht ❤

Interview mit Anastasia Donavan

Wir hatten das große Vergnügen, uns mit Anastasia unterhalten zu dürfen … ganz privat und in kleinem Kreise. Bis auf ihre kleine Dramaqueen, die alles genau beobachtet hat. 😉

 

Zu Beginn wäre es toll, wenn du uns eine kleine Vita von dir geben würdest.

Ich wurde 1981 in Remagen am Rhein geboren und bin in einem sehr kleinen Dorf in der Eifel aufgewachsen. Nach Zwischenstationen in Koblenz und Köln lebe ich inzwischen mit meinem Mann, unseren zwei Kindern und zwei Katzen an der deutsch-französischen Grenze. Ich arbeite hauptberuflich in Teilzeit als Assistentin der Geschäftsführung und zu meinen Hobbys zählen lesen, Musik, gute Filme / Serien und Sport. Allerdings stelle ich meine Familie und meine Leidenschaft zum Schreiben vor meine Hobbys. Bisher habe ich mit „Salep“ eine Kurzgeschichte in „Zimtsternküsse 2“ veröffentlicht und im März kam mit „Halte mich“ Band 1 meiner Dilogie „Ain’t nobody“ in den Buchhandel. Sowohl meine Kurzgeschichte als auch „Ain’t nobody“ wird vom Amrun Verlag publiziert 🙂

Carmi und Anastasia haben gleich festgestellt, dass sie demselben Jahrgang angehören und sich diebisch darüber gefreut.

Was für Musik hörst du gerne?

Hip Hop, R’n’B und jeder Song der nicht nur meine Ohren, sondern meine Seele berührt. Das kann auch mal ein Rocksong sein, aber generell bin ich eine Black Music Lady. Jetzt gerade höre ich „What is love“ aus dem Empire Soundtrack.

Wenn du Zeit zum Lesen hast, was liest du dann gerne? Gibt es Bücher oder Autoren, die dich beeinflusst haben und die du immer wieder lesen kannst?

Ich lese gerne dramatische Liebesgeschichten, ebenso wie Erotikgeschichten, aber auch ein gutes Horrobuch. Meine Queen of books ist Kristy Bromberg, denn sie hat es mit ihrer Driven Reihe geschafft mich umzuhauen. Um ehrlich zu sein weiß ich nicht wie oft ich die Reihe schon gelesen habe. Doch ich lese auch gerne die Bücher von Don Both, Ada Mea, Katharina Wolf, J. R. König, Jane S. Wonda, Odesza, Jessica Koch, Ella Grenn und…. moment

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Anastasia hat uns ein Bild zur Verfügung gestellt von ihren liebsten Autoren und wir durften feststellen, dass auch wir einige davon mögen und in unseren Regalen haben.

Könntest du uns auf Anhieb deinen Lieblingssong veraten und warum?

Mein Lieblingssong ändert sich, aber „Ain’t nobody (loves me better)“ ist ein Song der mich seit 2015 begleitet und den ich immer wieder hören kann. Er hat mich zur Geschichte von Anna & Karim inspiriert. Ebenfalls mag ich „Lass sie tanzen“ und „Don’t be so shy“, sowie den kompletten Fast & Furoius Soundtrack.

Da hast du mir schon fast die nächste Frage beantwortet. Woher nimmst du deine Inspirationen?

Ich habe bis jetzt 4 Manuskripte geschrieben, wobei ich „Ain’t nobody“ als eines sehe, obwohl jetzt 2 Bände daraus wurden. Zu allen Manuskripten haben mich verschiedene Songs inspiriert. Doch ich lasse mich auch von Begegnungen inspirieren, oder etwas das ich sehe. So genau kann ich das gar nicht sagen. Manchmal höre ich einen Song den ich schon tausend Mal davor gehört habe, aber in dem Moment bin ich in einer besonderen Stimmung und Boom auf einmal ist da diese Geschichte und möchte von mir erzählt werden.

Bei Karim und Anna geht es ja um Missbrauch und seelische Zerstörung. Was mich ja sehr zum Nachdenken gebracht hat. Warum hast du so ein Thema gewählt?

Ich finde es wichtig über Themen wie Missbrauch, Magersucht und Rassismus offen zu sprechen, denn leider geschieht er tagtäglich und es macht mich traurig, aber vor allem wütend, dass viele immer noch wegschauen, oder der Meinung sind, dass man über so etwas nicht reden sollte.

 

Wow. Sehr schön gesagt. Der zweite Teil erscheint ja auch demnächst. Magst du uns dazu etwas sagen?

Der zweite Teil wird emotional und dramatisch, aber mehr möchte ich nicht verraten. Doch wer Karim und Anna kennt weiß, dass die beiden sich nicht unterkriegen lassen und Kämpfer sind 🙂

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Anastasia hat uns einen Schnipsel zur Verfügung  gestellt, den wir mit euch teilen dürfen.

Wie viel Wahrheit steckt in deinen Geschichten? Gibt es Ähnlichkeiten zur Realität bei den Protas?

Meine Geschichten erzählen mehr über mich als ich es jemals tun würde 😉 Wer meine Danksagung in „Halte mich“ gelesen hat, weiß ja bereits, dass es die Männer die mich zu den Blacks inspiriert haben wirklich gibt. Im echten Leben handelt es sich um etwa 15 Südländer. Der Eclipse den Karim im Buch fährt wurde im echten Leben vor fast 20 Jahren von zwei Türken gefahren und sie haben mir, ebenso wie die „Blacks“ sehr geholfen, wenn ich beim Schreiben Fragen hatte wie z. B. „Wo bricht ein Eclipse am ehesten aus, wenn man zu schnell fährt?“. Diese Männer sind Freunde die man nur selten findet und zu einigen von ihnen habe ich ein so inniges Verhältnis, dass ich sie als meine Brüder bezeichnen würde.

Wow … ❤ so viel Ehrlichkeit habe ich auch lang nicht erlebt. Viele sagen meist nie etwas dazu.

Dankeschön ❤️ Ich bezeichne mich auch als offen, ehrlich und direkt, was nicht immer ein Vorteil ist. Manchmal würde ein bisschen mehr Diplomatie nicht schaden, aber dass wäre dann nicht ich selbst. Also habe ich aufgegeben mich so zu verhalten wie man mich sehen möchte und bin seitdem ich selbst.

Und so sollst du auch bleiben.

Naja, meine Dramaqueen sieht das ein bisschen anders. Glaub mir, sie wird mir gleich die Hölle heiß machen und mich fragen, was ich mir bei dem Interview gedacht habe. 😂 Doch selbst sie habe ich inzwischen als Teil von mir akzeptiert. Ich war immer schon ein Mensch mit dem Talent sich emotional so sehr in etwas hineinzusteigern bis es zum Drama wurde, oder eben zur dramatischen Liebesgeschichte á la „Ain’t nobody“ 🙂

Carmi hat Anna und Karim schnell ins Herz geschlossen, beiden schon ihre eigenen liebevollen Kosenamen gegeben.

Ich habe Anna und Karim ebenfalls in mein Herz geschlossen 😉 Sie sind wie alle meine Protas ein Teil meiner Seele, denn ich erzähle ihre Geschichten mit Herzblut 🙂

Geschichten mit Herzblut sind immer toll. Wenn sie lebendig und echt wirken, sind sie genau richtig.

Oh ja, ich finde auch dass man das bei einer Geschichte merkt. Zumindest geht es mir so. Als ich die „Sehnsucht-Reihe“ von Ada Mea gelesen habe, z. B. Sie ist für mich eine Herzblutautorin. Ebenso wie Don Both.

Stimm ich dir zu. 😊
Hast du zukünftige Messebesuche geplant? Wird man dich treffen können?

Ihr könnt mich auf der Frankfurter Buchmesse treffen. Allerdings ist bis jetzt nur sicher, dass ich Samstag da sein werde. Ebenfalls bin ich nächstes Jahr auf der Leipziger Buchmesse wo mein wundervoller Verlag einen Stand hat 🙂

Was erwartet uns Leser von dir? Was ist geplant?

Im Herbst / Winter erscheint mit „Befreie mich“ der letzte Teil meiner Dilogie. Anschließend möchte ich die Geschichte von Luna & Jesse überarbeiten. Falls ich sie dann immer noch für besonders halte möchte ich sie ebenfalls publizieren (lassen).

Ich würde gern ein kleines Spiel mit dir machen.

Oh ja lass uns spielen, flüstert meine Dramaqueen. Also los Ladys 🙂

Ich geb dir einen Begriff und du antwortest mit dem erstbesten was dir dein Bauchgefühl sagt.
Farbe

Regenbogen

Land

Frankreich

Zitat

„Life isn’t about waiting for the storm to pass, it’s about learning to dance in the rain.“

Berühmte Persönlichkeit

Shakespeare

Auto

Mitsubishi Eclipse

Wir danken dir für dieses tolle Gespräch.

Ich habe euch zu danken. Das war das erste Interview dieser Art und ich habe es sehr genossen euch auf diese persönliche Weise „Rede und Antwort“ zu stehen. Dankeschön ❤️